Moalboal (Teil 2)

Am nächsten Morgen wollte ich möglichst früh das machen, wofür Moalboal berühmt ist: Schnorcheln am Korallenriff. Dabei kommt es einem zugute, dass der Strand größtenteils weggespült wurde: Man muss nämlich auch bei Ebbe nicht weit hineinlaufen, sondern kann gleich ins Wasser gehen. Auch liegen am Panagsama Beach, anders als beispielsweise in Siquijor, kaum Seeigel herum. Ich lieh mir für 250 Pesos (3,75 Euro) Taucherbrille, Schnorchel und Flossen, sowie für 500 Pesos (7,5 Euro) eine Unterwasserkamera aus und machte mich auf den Weg zum Riff. Was ich dort sah, übertraf all meine Erwartungen. Nicht nur war das Wasser glasklar und die Sichtverhältnisse entsprechend gut. Vor allem die Artenvielfalt an Fischen im Korallenriff verschlug mir schier die Sprache. Von kleinen Anemonenfischen, Neonfischen, Doktor- und Pufferfischen bis zu aus dem Wasser springenden Baby-Barracudas war dort alles zu sehen. Sogar eine Seeschlange stieg dicht neben meinem Kopf zum Atem aus dem Wasser, ohne sich im Geringsten an meiner Anwesenheit zu stören. Ein Highlight beim Schnorcheln waren dann aber die Meeresschildkröten. Diese sanften Tiere kann man überall auf den Philippinen sehen, wenn man Glück hat. In Moalboal jedoch, und dafür wirbt der Ort auch, ist eine Begegnung quasi garantiert! Ich habe während meines mehrstündigen Tauchgangs bestimmt vier Meeresschildkröten gesehen, die gemächlich und völlig ohne Scheu eine Weile neben mir schwammen, bevor sie wieder im tiefen Blau des offenen Meeres verschwanden. Angeblich ist die linke Seite des Strands (ab der Mauer) besonders geeignet, um Schildkröten zu sehen. Ich habe sie jedoch auch an anderen Abschnitten zu Gesicht bekommen. Schwimmt man etwas weiter heraus, fällt das Korallenriff steil ab und offenbart erst seine wahre Größe. Hier hatte ich mir dann doch gewünscht, eine Taucherflasche zu haben.

Man kann am Korallenriff den ganzen Tag schnorcheln, ich empfehle jedoch dringend, so früh wie möglich aufzubrechen. Nicht nur wird die Sichtweite des Wassers durch den zunehmenden Wellengang getrübt, der auch das Schwimmen erschwert. Auch verwandelt sich das Riff um den Mittag herum in einen geschäftigen Touristenort. Hunderte Bootsführer steuern die besten Stellen an und können sehr ungehalten auf deutsche Touristen reagieren, die im Weg herumschwimmen. Darum war es für mich um 14:00 Uhr Zeit, aufzubrechen und die Ausbeute meiner Unterwasserkamera zu begutachten. Die hier zu sehenden Bilder geben nur einen kleinen Ausschnitt der Tierwelt wieder, die ich erblickt habe. Auch ist die Qualität nicht berauschend. Dennoch vermitteln sie einen Einblick, warum Moalboal unbedingt einen Abstecher wert ist.

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Die Meeresschildröten haben keinerlei Scheu vor dem Menschen

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NOCH EINE WICHTIGE WARNUNG!

Auch wenn ihr denkt, dass ihr die Sonne gut vertragt – Wenn ihr auf die Philippinen reist, bringt starke Sonnencreme (mindestens Faktor 30) mit und benutzt diese um Gottes Willen auch! Die Sonne hier nahe am Äquator ist mörderisch und man darf sich nicht in Sicherheit wiegen, wenn der Himmel bewölkt ist. Die UV-Strahlen dringen trotzdem durch und sind besonders am Meer tückisch. Ich war 6 Stunden nur mit Badehose bekleidet im Wasser und bin wahrscheinlich noch glimpflich davon gekommen. Das Bild zeigt trotzdem deutlich, wie heftig ich mich verbrannt habe (und das, obwohl es in diesen 6 Stunden hauptsächlich geregnet hat!)

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Also lasst es langsam angehen, bleibt maximal eine halbe Stunde in der prallen Sonne und macht es lieber wie die Locals und zieht euch lange Kleidung an. Auch empfehle ich dringend, genug Sonnencreme aus Deutschland mitzubringen. Diese wird nämlich auf den Philippinen so gut wie gar nicht verkauft, und wenn man Sonnencreme bekommt, dann eine mit Bleichmittel (auf den Philippinen gilt, wie auch andernorts in Südostasien, blasse Haut als schön). Es lohnt sich also, sich vorher einzudecken, damit man die Sonne auch guten Gewissens genießen kann.

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