Siquijor (Teil 2)

An meinem zweiten Tag auf der Hexeninsel lieh ich mir schon früh morgens einen Motorroller aus, mit dem ich die Insel erkunden wollte. Mein erster Stopp war der älteste Baum der Insel, der Century Old Balete Tree. Seit 400 Jahren soll dieser Baum schon dort stehen. In seinem Schatten wartet eine weitere Attraktion: Hier kann man seine müden Füsse in einen Teich tauchen und sich die Hornhaut von kleinen Fischen abknabbern lassen. Während dieser Behandlung kann man eine Kokusnuss vom nahe gelegenen Stand essen.

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Mein nächster Stopp waren die Cambugahay Falls: Ich hatte mir diese Wasserfälle ausgesucht, weil sie keinen Eintritt kosten, vom Hocker gehauen haben sie mich jedoch nicht. Die Tumalog Wasserfälle in Oslob sind majestätischer und die Kawasan-Fälle in Moalboal weitläufiger. Diese Wasserfälle sind ganz nett für eine Abkühlung, ich witterte jedoch eine Touristenfalle. Ich durfte umsonst von einem etwa 3 Meter hohen, sehr rutschigen Wasserfall springen. Ganz ungefährlich ist das jedoch nicht, da man von oben nicht erkennen kann, ob sich unter dem Wasserfall Leute befinden. Um von einer Liane ins Wasser zu springen, sollte ich 50 Pesos (75 Cent) bezahlen und dafür springen, so oft ich will. Na ja, wer es braucht… Insgesamt gibt es auf den Philippinen genug Gelegenheiten, irgendwo runterzuspringen, an Lianen zu schwingen, sich abzuseilen oder sonst irgendwie das innere Kind herauszulassen, sodass dieser Ort mir nicht besonders im Gedächtnis geblieben ist.

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Der letzte Ort, den ich auf Siquijor besuchte, war Salagdoong-Beach. Der Strand interessierte mich besonders aufgrund der Lage. Um hin zu gelangen, muss man durch einen malerischen Wald fahren. An sich ist der Strand nichts Besonderes. Weder ist der Sand besonders fein, noch ist der Strand sehr groß. Die Wasserrutsche, die von einem Felsen ins Meer führt, dürfte das Einzige sein, was Salagdoong-Beach vom wesentlich schöneren Tubod Beach im Süden der Insel abhebt.

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Insgesamt wird mir Siquijor nicht wegen den Touristenattraktionen, sondern wegen der besonderen Atmosphäre in Erinnerung bleiben. Man man an Hexenkräfte glauben oder nicht, aber die Insel hat mich mit ihrer wunderschönen Naturkulisse, den freundlichen Menschen und der entspannten Lebensart in ihren Bann gezogen. Wer ein abgeschiedenes Fleckchen in tropischer Lage sucht, der könnte hier tatsächlich das Paradies finden. Dass Siquijor jedoch auch anders kann, durfte ich an meinem letzten Abend erfahren: Dann nämlich fand die wöchentliche Inselparty mit Live-Band statt, zu der Touristen und Einheimische gleichermaßen zusammenströmten. Etwas verkatert, aber sehr zufrieden nahm ich am nächsten Morgen die Fähre nach Bohol. Ich kehrte der Hexeninsel den Rücken, werde den Ort und seine Bewohner jedoch immer im Herzen tragen…

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