Wohnen in Chiang Rai

Nach drei Tagen war die Entscheidung gefallen: Chiang Rai sollte meine temporäre Heimat in Thailand werden. Nun ging es an die Wohnungssuche. Für alle Farangs wie mich, die kein Thai sprechen, ist www.renthub.in.th die beste Anlaufstelle. Dort stehen eine ganze Reihe von Unterkünften zur Verfügung. Unterscheiden muss man zwischen Apartments und Condos: Apartments sind günstiger, haben nur ein Zimmer und ein Bad. Condos sind teurer, größer und haben meistens zwei Zimmer. Als Single kam nur ein Apartment für mich in Frage. Ach ja, und Apartments haben keine Küche. Mir aber egal, wenn das Essen um die Ecke nur 1 Euro kostet!

Jetzt stand ich vor der Qual der Wahl: Wo will ich wohnen? Wie viel will ich ausgeben? Fürs erste sollte es ein Apartment möglichst nah am Stadtzentrum sein, damit ich schnell zum Busbahnhof und meinem geliebten Nachtmarkt komme. Dafür zahle ich dann auch ein paar Baht mehr. Über 5.000 Baht (140 Euro) im Monat sollte es dann aber nicht kosten. Klimaanlage erscheint mir ratsam. Zurzeit (Februar) ist es zwar noch angenehm, aber ich weiß, die Hitzewelle wird spätestens nächsten Monat anfangen. Am Ende streiche ich mir ein paar Angebote zwischen 3.300 und 4.500 Baht fett an. Natürlich: Zieht man es vor, etwas außerhalb von Chiang Rai zu wohnen, zahlt man deutlich weniger, hat aber wieder die Transportkosten, um in die Stadt zu kommen.

In die engere Auswahl kam schließlich das Srirawat Court Apartment, nur 10 Minuten vom Night Market entfernt. Das erste Telefonat gestaltete sich etwas schwierig, weil die Vermieterin nur Thai spricht. Ich bin also einfach hingegangen und ihre Tochter hat per Telefon übersetzt. Sie zeigte mir das Zimmer, das 24 Quadratmeter misst und einfach eingerichtet, aber sauber ist. Darin befinden sich ein Bett, ein Tisch, ein Schrank und ein Fernseher (den ich nicht brauche), außerdem ein Bad mit Dusche und ein kleiner Balkon. Alles, was man als Schreiberling zum Leben und Arbeiten braucht. Die Vermieterin, ihr Mann und ihre Tochter sind sehr freundlich, so ist auch die Sprachbarriere kein großes Problem mehr. Ich bitte sie um eine Kopie des Mietvertrags, um ihn mir in Ruhe durchzulesen. Etwas beschämt sagt sie mir, der Vertrag wäre auf Thailändisch. Aber kein Problem, wenn es so nette Hostel-Mitarbeiter gibt, die den Wisch für mich übersetzen!

Die Bedingungen sind ziemlich Standard, wahrscheinlich wird es bei euch genau so sein, wenn ihr eine Wohnung in Chiang Rai mietet: Die Miete von 4.000 Baht (112 Euro) ist am ersten jedes Monats fällig, dazu ist bei Einzug eine Monatsmiete im Voraus sowie eine Monatsmiete als Kaution zu bezahlen (kein Vergleich zu den Miethaien in Deutschland, die 3 Monatsmieten verlangen dürfen!) Im Zimmer darf nichts verändert werden (ist mir recht), was ich kaputt mache, muss ich bezahlen, laute Partys und Dauergäste sind verboten. Interessant: Wenn ich länger als 15 Tage fort bleibe, muss ich den Vermietern Bescheid sagen. Wie es mit dem Rauchen aussieht, habe ich nicht gefragt des guten Eindrucks willen. Zur Not gehe ich die zwei Schritte vor die Tür…

Hier sind ein paar Fotos des Apartments:

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So könnt ihr euch ein Apartment für 4.000 Baht im Monat vorstellen. Wie gesagt, bewegt sich das Zimmer im mittleren bis gehobenen Preissegment. Es geht noch deutlich günstiger, dann eben ohne Klimaanlage und Flachbildfernseher. Wer gar keine Ansprüche hat, kann in Chiang Rai bereits für 2.000 Baht (55 Euro) im Monat leben. Teurer geht es natürlich auch, wenn man edle Einrichtung, ein Fitness-Center im Apartmentkomplex und eine westliche Küche haben will. Jeder muss sich fragen, wofür er seine Wohnung braucht: Ich wollte ein Zimmer in ruhiger Lage, um ungestört meine Arbeit zu erledigen, bevor ich wieder auf Reisen gehe. Gleichzeitig war mir die Nähe zum Nachtmarkt und zum Busbahnhof wichtig, um am Wochenende Ausflüge zu unternehmen. Auch ein Fitnessstudio sollte nicht weit entfernt sein, Supermärkte gibt es ohnehin an jede Ecke.

Ich bin gespannt, ob mein temporäres Zuhause meine Vorstellungen erfüllt. Mein Mietvertrag läuft ohnehin erst einmal für einen Monat, danach kann ich entweder verlängern oder mir etwas anderes suchen. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Wohnsituation in Chiang Rai geben!

Schaut auch einmal bei meiner Artikelreihe „Mein Leben in Chiang Rai“ vorbei.

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