Mein Leben in Chiang Rai (Teil 3)

Nun bin ich fast eine Woche in Chiang Mai, habe mittlerweile eine Wohnung gefunden und verbringe die letzten Tage im Hostel. Gleichzeitig habe ich mir zwei weitere Sehenswürdigkeiten angeschaut, die ich euch hier vorstellen will: das Bandam Museum und den Blauen Tempel.

Bandam

Als Kontrastprogramm zum White Temple südlich von Chiang Rai befindet sich 10 Kilometer nördlich Bandam, das bedeutet „Schwarzes Haus“ (fälschlicherweise oft „Schwarzer Tempel“ genannt). Es handelt sich um ein Freilicht-Kunstmuseum des Künstlers Thawan Duchanee, das 40 Holzhäuser mit seinen Werken beherbergt.

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Die Thematik der Kunstwerke ist schwer zu beschreiben. In den schwarzen Holzhäusern seht ihr buddhistische Statuen, aber auch allerhand Tierskelette, Hörner, Häute und sonstige Kuriositäten. Der Kontrast zwischen toten Tieren und der friedvollen Musik hat etwas Surreales. In der Richtung: Buddhismus meets Blair Witch. Wenn ihr auf bizarre Kunst steht, ist Bandam genau das Richtige für euch, und ich hoffe, das einmal jemand ein Horror Survival-Spiel mit genau diesem Setting macht.

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Für diese Ausstellung mussten keine Tiere sterben…
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…ist ein Satz, den ihr im Bandam-Museum nicht lesen werdet.
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Jeder weiß: Geld in die Schlangenhaut werfen bringt Glück!
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Und was ist das hier bitte?
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Ich will gar nicht erst verraten, was sich in diesem futuristischen Uboot verbirgt…
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…und will auch nichts an die große Glocke, äh, den großen Gong hängen.

Der Eintritt zum Museum kostet 80 Baht (2,25 Euro). Ich habe mich ja im letzten Beitrag schon gegen Touren in Chiang Rai ausgesprochen (es sei denn, man hat ganz wenig Zeit). Noch ein Grund mehr: An einem Montag (!) zur Mittagszeit staut sich der Verkehr der Minivans und Reisebusse, die nach Bandam wollen, bis zur Haupstraße. Da nehmt ihr doch lieber den Bus aus Chiang Rai für 20 Baht (0,5 Euro) und lauft den letzten Kilometer. Auf dem Weg könnt ihr noch günstige Ananas für 50 Cent kaufen. Doch Obacht beim Zurückfahren: Die blauen Minibusse verlangen nicht alle den gleichen Preis. Normalerweise bezahlt ihr 20 Baht, ich hatte jedoch an diesem Tag Pech und musste 100 Baht bezahlen. Also immer nach dem Preis fragen, bevor ihr einsteigt…

Der Blaue Tempel

Die zweite Attraktion ist wesentlich weniger spektakulär, aber dafür umsonst und vom Stadtzentrum auch zu Fuß schnell zu erreichen. Wat Rong Seua Ten, besser bekannt als der Blaue Tempel, wurde erst 2016 fertig gestellt. Er ist wesentlich kleiner als der White Temple und besticht vor allem durch seine… nun ja, blaue Farbe. Der Innenraum ist nicht besonders groß, aber dank der blauen Buddhastatue und den Wandgemälden sehr sehenswert.

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Hinter dem Tempel erstreckt sich ein Park mit hohen Bäumen, eine Art Camping-Hotel direkt am Fluss mit romantischem Restaurant. Als ich da war, wurde gerade an einer Straße gebaut, darum könnt ihr in Zukunft wahrscheinlich gleich von hier zur Hauptstraße zurücklaufen.

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Was Tempel angeht, hat Chiang Rai bisher wirklich viel zu bieten. Nicht nur die Touristenmagnete Weißer und Blauer Tempel. An jeder Ecke steht ein sehenswertes Heiligtum. Tempel und Natur, so würde ich die Stadt bisher zusammenfassen.

Auf einem nächtlichen Spaziergang habe ich dann auch die Vergnügungsmeile Chiang Rais entdeckt, wenn man sie so nennen will. In der Pemavipat Road, unweit des Nachtmarkts, reihen sich einige „Massagesalons“ aneinander. Die Mädels sahen im fahlen Mondlicht nicht einmal schlecht aus und waren weit weniger aufdringlich als in Phuket oder Bangkok (Es ist wirklich erschreckend, wie oft man als Mann in Südostasien nur als Sexobjekt behandelt wird!) Wer sich also ganz einsam fühlt, kann hier vorbeischauen. Mehr Infos aus eigener Hand kann ich nicht liefern. Gleich dahinter stehen einige Expat- und Bierbars, in denen ihr Billard spielen könnt.

Wollte ihr längere Zeit in Chiang Rai bleiben? Kaum irgendwo könnt ihr so günstig wohnen wie in diesem Juwel Nord-Thailands. Klickt hier für meinen Beitrag zum Thema Wohnen in Chiang Rai.

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