Zugreise von Mandalay zum Inle-See

Das beste Transportmittel, um Myanmars vielfältige Landschaften kennenzulernen, ist der Zug. Klar, mit dem Bus seid ihr deutlich schneller unterwegs (zu schell für manch schwachen Magen), aber die beste Aussicht genießt ihr auf einer Zugreise. Heute möchte ich euch eine besonders lohnende Strecke vorstellen: Den Slow Train von Mandalay zum Inlse-See.

1.Start in Mandalay

Der Hauptbahnhof von Mandalay befindet sich recht zentral in der Stadt. Hier kauft ihr eure Tickets günstigster als online. Da die Informationen nur auf Burmesisch angeschrieben sind, musste ich mich erst durchfragen, aber langes Anstehen war nicht nötig.

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Wollt ihr zum Inle-See, müsst ihr zuerst den Zug nach Thazi nehmen. Ein Ticket kostet gerade einmal 2.000 MMK (1 Euro) in der ersten Klasse. Die Fahrt dauert 3 Stunden und ist landschaftlich nicht besonders beeindruckend. Aber keine Sorge: Das Beste kommt noch.

2. Übernachtung in Thazi

Da der Zug zum Inle-See früh morgens abfährt, ist eine Übernachtung in Thazi unumgänglich. Das ist aber kein Problem: Der kleine Ort besitzt zwei Unterkünfte, die in 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof erreichbar sind: das Moonlight Guesthouse und das Wonderful Guesthouse. In Letzterem kostet ein Einzelzimer mit Klimaanlage 10.000 MMK (6 Euro) pro Nacht. Besonders viel zu sehen gibt es in Thazi nicht. Ihr dagegen werdet die Hauptattraktion sein, denn noch verirren sich nicht viele Reisende in dieses abgelegene Städtchen.

3. Von Thazi nach Inle

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen. Der Zug nach Shwenyaung (Inle-See) fährt nämlich schon um 07:00 Uhr morgens ab. Um 06:00 Uhr öffnet der Ticket-Schalter. Zur Zeit meines Besuchs (April) hielt sich der Andrang in Grenzen, aber sicherheitshalber solltet ihr um 06:00 Uhr am Schalter sein und euer Ticket für 3.000 MMK (1,75 Euro) kaufen. Die Fahrt dauert etwa 10 Stunden.

Wenn ihr keine Zeit zum Frühstücken hattet, kein Problem: Im Zug wird leckerer Reis mit Hühnchen für 2000 MMK (1 Euro) verkauft. Solange der Zug durch das Flachland fährt, ist die Aussicht nicht besonders. Das ändert sich jedoch, sobald sich der Zug das Gebirge hochkämpft. Die Fahrt geht durch dichten Bergwald, vorbei an grünen Hügeln und durch Dörfer, in denen euch die Kinder zuwinken. Auch macht der Zug oft Halt und ihr könnt günstig Essen und Kaffee bei den fliegenden Händlern kaufen.

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Ich war überrascht, wie vielfältig sich die Landschaft auf dem Weg zum Inle-See präsentiert. Auf der anderen Seite des Gebirges lichten sich die Wälder und machen einer weiten Prärie Platz. Es geht vorbei an imposanten Felsen, Nadelbäumen und einer Steppe, die man so eher in den USA erwarten würde. Ich denke, die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Ich muss dazu sagen, dass ich die Strecke im April, zum Höhepunkt der Trockenzeit, gefahren bin. Nach dem Monsun, wenn die Vegetation in vollem Grün erstrahlt, ist sie bestimmt noch schöner.

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Fazit: Zumindest eine Zugfahrt sollte bei jeder Reise nach Myanmar auf dem Programm stehen. Der Zug ist streckenweise so langsam, dass ihr locker daneben her laufen könntet. So erhaltet ihr aber ganz entspannt einen Einblick in die vielfältige Natur und das authentische Landleben in Myanmar.

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