Mein Leben in Chiang Rai (Teil 2)

Es ist interessant, wie sich nach ein paar Tagen das Leben auch in der Ferne auf Routine einpendelt. Morgens aufstehen, ein Kaffee beim Seven Eleven trinken, Frühstücken, Rauchen, Arbeiten, Mittagessen, ein oder zwei Sehenswürdigkeiten anschauen, Abendessen, Bier, Bett. Chiang Rai ist perfekt für so einen Tagesrhythmus. Es gibt zwar viel zu sehen in der Stadt selbst, aber keine tagesfüllenden Aktivitäten. Perfekt für einen Nachmittagsausflug. Wenn ich mehr Zeit habe, erkunde ich das Hinterland der Stadt. Besonders die gebirgige Grenzregion zu Myanmar ist wunderschön. Darum will ich in diesem Beitrag zwei Sehenswürdigkeiten vorstellen, die eine in Chiang Rai, die andere 1,5 Stunden entfernt:

White Temple

Der Weiße Tempel steht auf der Liste der schönsten Sakralbauten Thailands ganz weit oben – und das, obwohl er erst 1997 errichtet wurde. Dabei ist das Tempelareal noch längst nicht fertig. Bis 2070 sollen die Arbeiten dauern. Der Haupttempel ist jedoch schon abgeschlossen und stellt die wichtigste Attraktion dar. Schon von Weitem sieht man ihn in der Sonne strahlen. Leicht kitschig wirkt er ja, wie aus Zuckerguss. Kommt man jedoch näher, fragt man sich, welche Drogen der Ebauer wohl genommen hat. Surreale Szenen zieren den Eingangsbereich des Tempels, darunter Totenköpfe, missgestaltete Fabelwesen, Ein Knäuel von Armen, das aus der Erde sprießt. Es handelt sich wohl um Darstellungen der Hölle, oder eine der 9 buddhistischen Höllen. Das Paradies verspricht dagegen der Innenbereich des Tempels, der jedoch nicht so spektakulär ist wie die weiße Fassade. Aufgrund der Massen an Touristen werdet ihr relativ schnell über die Brücke und durch den Tempel bugsiert. Anhalten wird nicht gern gesehen, da sich dann der „Verkehr“ schnell staut. Dafür erhascht ihr vor dem Ausgang noch eine schöne Perspektive auf den Tempel, der sich im Wasser spiegelt.

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Blick auf den White Temple vom Ausgang

Dahinter liegen ein künstlicher Wasserfall, ein Buddha-Garten und ein weiterer goldener Tempel, der aber kein Muss ist. Unbedingt empfehlen würde ich aber die Kunstgalerie von Chalermchai Kositpipat, dem Meister hinter dem Weißen Tempel. Die Gemälde stellen Szenen aus der buddhistischen Frömmigkeit dar und sind echt sehenswert. Die Ausstellung ist kostenlos. Fotos sind leider nicht erlaubt, darum müsst ihr wohl oder übel selbst hingehen. 😉

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Der Eintritt zum Tempel kostet nur 50 Baht (1,40 Euro). Hin kommt ihr am bequemsten mit dem blauen Minibus, der 20 Baht (0,5 Euro) pro Fahrt kostet.

Doi Mae Salong

Zuerst die gute Nachricht: Die Landschaft um Chiang Rai ist wirklich sehenswert. Neben grünen Reisfeldern und kleinen Flussläufen erheben sich hier bewaldete Hügel und dichte Bergwälder. Die schlechte Nachricht: Die Touren sind einfach hoffnungslos überteuert. 800 Baht kostet die günstigste Tour, die ich bisher gesehen habe, und da sind die Eintrittspreise noch nicht eingerechnet. Darum meine Empfehlung zu Anfang: Mietet euch einen Motorroller. Das kostet euch etwa 200 Baht (5 Euro) am Tag und ihr genießt absolute Freiheit. Der Verkehr in Chiang Rai ist nicht vergleichbar mit Bangkok oder Chiang Mai und erfordert nicht viel Können. Die hinterletzte Gebirgsstraße ist hier asphaltiert, das Fahren ist also relativ sicher.

Ein beliebtes Ziel für Rollertouren ist das Bergdorf Doi Mae Salong nordwestlich von Chiang Rai. Früher war die Gegend ein Epizentrum für den Opiumhandel. Später siedelten sich hier Angehörige einer chinesischen Armeedivision an, die gegen die kommunistische Volksrepublik kämpfte. Von dieser illustren Vergangenheit merkt man heute nicht mehr viel, dennoch verraten die Schilder, dass die Einwohner größtenteils Chinesen sind – nachträglich thailändisch eingebürgert. Der Weg nach Doi Mae Salong ist steil und sehr pittoresk. Überall könnt ihr anhalten und die Aussicht genießen. Fallt aber nicht auf jeden Wegweiser herein, auf dem „View Point“ steht, oftmals handelt es sich um Werbung für die Restaurants. Natürlich könnt ihr dort herunterkucken, aber das Panorama ist nicht immer beeindruckend.

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Besonders schön ist dagegen der Mae Salong Park, der zu einem Hotel gehört und einen Park mit kunstvollen Blumenbeeten besitzt. Vom Poolbereich aus (der bei meinem Besuch komplett verlassen war) könnt ihr schöne Fotos von der Bergkulisse machen.

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Kurz vor Ortsausgang lohnt sich ein Schlenker nach rechts. Dort geht es zu einem buddhistischen Tempel mit goldenem Stupa und wirklich beeindruckenden Ausmaßen. Auch hier war außer mir keiner, kein Besucher, kein Mönch, niemand. Falls ihr euch also mal richtig alleine fühlen wollt, ist Mae Salong das Richtige für euch.

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Ein paar Kilometer weiter Richtung Chiang Rai erstrecken sich einige Teeplantagen. Hier könnt ihr anhalten, ein wenig herumlaufen, Tee und Schmuckstücke kaufen. Ganz nett, aber kein Vergleich zu den endlosen Teefeldern der Cameron Highlands. Für mich war damit Schluss, aber es gibt noch viel mehr Aussichtspunkte und kleine Tempel zu entdecken.

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Von Chiang Rai fahrt ihr etwa 2 Stunden nach Doi Mae Salong und 2 Stunden wieder zurück. Für etwas Abwechslung könnt ihr eine Schleife fahren, also beim Möbelgeschäft von der Autobahn links abbiegen und über die nördliche Route zurückfahren.

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Das Fahren ist, wie gesagt, nicht schwer in Chiang Rai und Umgebung. Die meisten Straßen sind asphaltiert und der Verkehr hält sich in Grenzen. Unangenehm ist, dass die Hauptstraße in der Trockenzeit so staubig ist, ein Helm mit Visier ist fast schon Pflicht. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Besonders sollte man bedenken, dass der Außenspiegel in Thailand nur dafür da ist, sein Makeup zu richten. Also immer damit rechnen, dass euer Vordermann unerwartet ausschert!

Wer nicht selber fahren will, kann auch den öffentlichen Bus Mae Sai nehmen. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Falls ihr auch längere Zeit im ruhigen, idyllischen Chiang Rai verbringen wollt, schaut euch einmal meinen Beitrag über Wohnen in Chiang Rai an.

Koh Chang

Koh Chang is Thailand´s second largest island and lies about 6 hours east of Bangkok. The island offers pristine beaches, lush hills and a laid-back atmosphere. Nonetheless, it has all the modern anemities you wish for, including fast internet and a wide range of restaurants and accomodation. Koh Chang is ideal if you love idyllic islands but do not want to be off the grid.

Beaches on Koh Chang

  1. Klong Prao Beach

This beach is pretty central. Should you stay at the Coconut Beach Resort or the Habitat Hostel, the best ranking budgest hostel on Koh Chang, Klong Prao Beach is just minutes away. The sand is reasonably fine and very clean. The water might not look as clear as on other beaches, but this is just due to the sediment. At tide the beach widens up and you can take long scenic walks. In the afternoon the river that divides two beaches becomes shallow enough to cross, so you can walk for miles on the beach. Klong Prao Beach is frequented mostly by resort guests and families.

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Klong Prao Beach in the late afternoon

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2. Kai Bae Beach

In my opinion this is the most beautiful beach on the main island of Koh Chang. If you are heading south, take the right turn just before the steep hill. There is a resort, but it is a public beach nonetheless. Kai Bae Beach offers white, fine sand and turquoise water. It is very clean and sports some pretty palm trees.

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My favourite was the small island Ko Mun Nai just off the coast. You can rent a kayak for 100 Baht (3,20 USD) per hour and reach the island in about 15 minutes. That leaves you with enough time to circle the island and admire the rocky coast on the other side.

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3. Lonely Beach

The name is a bit misleading as the beach is not that lonely. At least not after dark. Then it turns into the party hotspot of Koh Chang. There are many hostels there, so the visitors are mainly young people. It is an okay beach, but I did not find anything special here. Nothing that would justify the ride down south. At night they turn up the music. Be aware of that if you want to stay here.

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4. Long Beach

This beach on the east coast is a double edged sword: On the one hand, the scenery of this crescent shaped beach is one of the most beautiful on Koh Chang. The water is crystal-clear and very shallow. On the other hand, there is a lot of trash lying behind the beach. This should come as no surprise: There is no big resort that could clean the beach, only a small restaurant with bungalows. This is the biggest selling point for many: Noone is bothering you here. There is no WIFI and almost no cellphone signal. You can rent a bungalow for as little as 300 Baht (9,50 USD) a night.

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5. White Sand Beach

This beautiful beach lies in the northwest of the island, surrounded by resorts. It offers fine sand and shallow warm waters. What sets this beach apart for me are the magnificent green hills in the background. This beach is fairly big and there are a lot of restaurants and bars. Trees provide shade if you do not want to rent an umbrella.

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The best way to get to the beaches is by scooter. You can rent one for 250 Baht (8 USD) a day. Alternatively you can rent a bicycle for 150 Baht (5 USD) a day. However, the steep roads make cycling an exhausting task. There are also public minibusses that run on the west coast. To get from one beach to the next will cost you 50-100 Baht.

Island Hopping

No question – the beaches on Koh Chang are beautiful. However, to see the real gems that Koh Chang has to offer you have to take an Island Hopping tour. I can recommend the half-day snorkeling trip that includes 3 islands in the south plus lunch. The trip lasts 4 hours and costs 800 Baht (25 USD) per person.

  1. Ko Klum

The first island. It looks pretty enough from a distance, but if you look closer you will see a lot of trash on the coast. However, you wont set foot on the island. Instead the boat will anker on a snorkeling spot where you can spend 45 minutes snorkeling. There are more beautiful corral reefs in Southeast Asia, the ones off Ko Klum only have colourless hard corrals. Nonetheless, there are a bunch of colourful fish including big swarms, so snorkeling there is worth your while.

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2. Ko Wai

Here you will go on land to enjoy the beautiful scenery. Sand and vegetation are fantastic. The turquoise water looks like water in Thailand is supposed to look. You can also go snorkeling here, but there are not that many fish and visibility is not as good as off the coast of Ko Klum.

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3. Ko Laoya

The last island on the trip was my favourite – not only because you get your lunch there. The sand is even more fine-grined and whiter than on Ko Wai and the lush vegetation is a real eye-catcher. You can take long walks underneath the palm tress and go snorkeling at a corral reef. A lot of fish can also be found off the rocky coast on the right side of the island.

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More Sights to explore

  1. Klong Plu Waterfall

This waterfall is situated in between the beaches of Klong Prao and Kai Bea. Just a few minutes off the main road you will find the entrance where you have to pay the fee of 200 Baht (6,40 USD). There is a short, very accessible trail to the Waterfall where you can swim in the cool waters. There is also a fish spa. The small fish nibble the dead skin from your toes while the bigger fish might even bite your toe. But do not very, their teeth are not sharp. You would pay good money for this in Bangkok, here it is free. A plus, because the waterfall itself is not that spectacular.

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2. Kiri Phet Waterfall

If you do not want to pay 200 Baht and do not mind driving for an hour, you can visit this waterfall. Kiri Phet lies a bit off the main road on the east coast of Koh Chang. The ride is very scenic and leads through a beautiful coconut plantation. Once at the parking lot you will have to walk for 15 minutes. Take the trail to your left, the other one is fairly difficult and longer. The waterfall is pretty small, at least in the dry season. However, it is free of charge and you can cool off in the surprisingly deep basin. Not many tourists come here, so chances are you will be the only ones at the waterfall.

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3. Wat Salak Petch

A small temple close to Kiri Phet that was completed in 1994. The entrance fee is 20 Baht (0,63 USD). The temple has a nice golden Buddha statue and beautiful paintings.

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4. Koh Chang Memorial

A small memorial for the 36 sailors that lost their lives in the Battle of Koh Chang, 1941. It is not far from Long Beach. All the information is written in Thai only. There is also a small beach next to the memorial.

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Wohnen in Chiang Rai

Nach drei Tagen war die Entscheidung gefallen: Chiang Rai sollte meine temporäre Heimat in Thailand werden. Nun ging es an die Wohnungssuche. Für alle Farangs wie mich, die kein Thai sprechen, ist www.renthub.in.th die beste Anlaufstelle. Dort stehen eine ganze Reihe von Unterkünften zur Verfügung. Unterscheiden muss man zwischen Apartments und Condos: Apartments sind günstiger, haben nur ein Zimmer und ein Bad. Condos sind teurer, größer und haben meistens zwei Zimmer. Als Single kam nur ein Apartment für mich in Frage. Ach ja, und Apartments haben keine Küche. Mir aber egal, wenn das Essen um die Ecke nur 1 Euro kostet!

Jetzt stand ich vor der Qual der Wahl: Wo will ich wohnen? Wie viel will ich ausgeben? Fürs erste sollte es ein Apartment möglichst nah am Stadtzentrum sein, damit ich schnell zum Busbahnhof und meinem geliebten Nachtmarkt komme. Dafür zahle ich dann auch ein paar Baht mehr. Über 5.000 Baht (140 Euro) im Monat sollte es dann aber nicht kosten. Klimaanlage erscheint mir ratsam. Zurzeit (Februar) ist es zwar noch angenehm, aber ich weiß, die Hitzewelle wird spätestens nächsten Monat anfangen. Am Ende streiche ich mir ein paar Angebote zwischen 3.300 und 4.500 Baht fett an. Natürlich: Zieht man es vor, etwas außerhalb von Chiang Rai zu wohnen, zahlt man deutlich weniger, hat aber wieder die Transportkosten, um in die Stadt zu kommen.

In die engere Auswahl kam schließlich das Srirawat Court Apartment, nur 10 Minuten vom Night Market entfernt. Das erste Telefonat gestaltete sich etwas schwierig, weil die Vermieterin nur Thai spricht. Ich bin also einfach hingegangen und ihre Tochter hat per Telefon übersetzt. Sie zeigte mir das Zimmer, das 24 Quadratmeter misst und einfach eingerichtet, aber sauber ist. Darin befinden sich ein Bett, ein Tisch, ein Schrank und ein Fernseher (den ich nicht brauche), außerdem ein Bad mit Dusche und ein kleiner Balkon. Alles, was man als Schreiberling zum Leben und Arbeiten braucht. Die Vermieterin, ihr Mann und ihre Tochter sind sehr freundlich, so ist auch die Sprachbarriere kein großes Problem mehr. Ich bitte sie um eine Kopie des Mietvertrags, um ihn mir in Ruhe durchzulesen. Etwas beschämt sagt sie mir, der Vertrag wäre auf Thailändisch. Aber kein Problem, wenn es so nette Hostel-Mitarbeiter gibt, die den Wisch für mich übersetzen!

Die Bedingungen sind ziemlich Standard, wahrscheinlich wird es bei euch genau so sein, wenn ihr eine Wohnung in Chiang Rai mietet: Die Miete von 4.000 Baht (112 Euro) ist am ersten jedes Monats fällig, dazu ist bei Einzug eine Monatsmiete im Voraus sowie eine Monatsmiete als Kaution zu bezahlen (kein Vergleich zu den Miethaien in Deutschland, die 3 Monatsmieten verlangen dürfen!) Im Zimmer darf nichts verändert werden (ist mir recht), was ich kaputt mache, muss ich bezahlen, laute Partys und Dauergäste sind verboten. Interessant: Wenn ich länger als 15 Tage fort bleibe, muss ich den Vermietern Bescheid sagen. Wie es mit dem Rauchen aussieht, habe ich nicht gefragt des guten Eindrucks willen. Zur Not gehe ich die zwei Schritte vor die Tür…

Hier sind ein paar Fotos des Apartments:

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So könnt ihr euch ein Apartment für 4.000 Baht im Monat vorstellen. Wie gesagt, bewegt sich das Zimmer im mittleren bis gehobenen Preissegment. Es geht noch deutlich günstiger, dann eben ohne Klimaanlage und Flachbildfernseher. Wer gar keine Ansprüche hat, kann in Chiang Rai bereits für 2.000 Baht (55 Euro) im Monat leben. Teurer geht es natürlich auch, wenn man edle Einrichtung, ein Fitness-Center im Apartmentkomplex und eine westliche Küche haben will. Jeder muss sich fragen, wofür er seine Wohnung braucht: Ich wollte ein Zimmer in ruhiger Lage, um ungestört meine Arbeit zu erledigen, bevor ich wieder auf Reisen gehe. Gleichzeitig war mir die Nähe zum Nachtmarkt und zum Busbahnhof wichtig, um am Wochenende Ausflüge zu unternehmen. Auch ein Fitnessstudio sollte nicht weit entfernt sein, Supermärkte gibt es ohnehin an jede Ecke.

Ich bin gespannt, ob mein temporäres Zuhause meine Vorstellungen erfüllt. Mein Mietvertrag läuft ohnehin erst einmal für einen Monat, danach kann ich entweder verlängern oder mir etwas anderes suchen. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Wohnsituation in Chiang Rai geben!

Schaut auch einmal bei meiner Artikelreihe „Mein Leben in Chiang Rai“ vorbei.

Mein Leben in Chiang Rai (Teil 1)

Was ist das für ein Gefühl, als ich nach 10 Stunden Busfahrt in Chiang Rai aussteige? Nein, so etwas hatte ich in Thailand wirklich noch nie. Kälte! Es ist arschkalt hier früh am Morgen. Kein Wunder, sind wir hier doch in den Bergen und fast schon in Myanmar. Das Thai-Mädel neben mir im offenen Minibus ist am Zittern. Ich überlege, ob ich ihr meine Jacke anbieten soll. Wir fahren Richtung Innenstadt und die Sonne kommt langsam zum Vorschein. Als ich ankomme, haben sich die Temperaturen normalisiert. Ich sehe mich um: Das ist also die Innenstadt von Chiang Rai. Ich bin angenehm überrascht: viele Geschäfte und Restaurants, aber kaum Verkehr. Und das Beste: Man kann die Luft hier sogar atmen! Kein Vergleich zum smog-verpesteten Bangkok oder dem überfüllten Chiang Mai. Auch meine Unterkunft, das Sook Hostel, überzeugt mich. Die Zimmer sind sauber, es gibt eine eigene Küche, kostenloses Wasser und einen Roller-Verleih.

Nach einem kleinen Nickerchen auf dem Bean Bag gehe die Gegend erkunden. Das erste, was mich interessiert, sind die Preise. Hier an der Hauptstraße zahle ich 80 Baht für ein Gericht. Das ist nicht unbedingt teuer, ich hatte mir vom günstigen Norden jedoch mehr versprochen. Später finde ich Restaurants, in denen man für 40 Baht ein vollwertiges Essen bekommt. Man muss nur einmal von der Hauptstraße weg. Traut sich keiner der Touristen in die Nebenstraßen? Die meisten zieht es zum Night Market, einem großen Markt voller Verkaufstände, Klamotten und einer riesigen Essensmeile. Das wird für die nächsten Tage meine Anlaufstelle für den Mitternachtssnack. Quark gibt es ja in Thailand nicht, darum muss Hühnchen herhalten. Für 30 Baht auch gar nicht teuer.

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Auf dem Night Market gibt es allerhand Kleidung zu kaufen…
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…aber auch traditionellen, thailändischen (??) Federschmuck.
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Meine zweite Heimat: der Food Court des Nachtmarkts

Bei meinem Spaziergang am ersten Tag werde ich gleich wieder positiv überrascht. Geht man nur ein paar Schritte aus der Innenstadt raus, vergisst man fast, dass man in der größten Stadt der Provinz ist. Alles ist grün, die Vögel zwitschern, niemand stresst einen. Überhaupt stresst einen keiner hier. Der malerische Norden Thailands ist vom Massentourismus bisher verschont geblieben. Ein paar Backpacker kommen hierher, die meisten sind auf der Durchreise nach Laos und bleiben für ein paar Tage. Klar, die Party geht woanders. Aber nach dem wuseligen Treiben auf Bankoks Khaosan Road kann es für mich gar nicht ruhig genug sein.

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Durch die Stadt fließt der Kok River, der in Laos in den Mekong mündet.

Ich gehe vorbei am Wahrzeichen Chiang Rais, dem Clock Tower. Der goldene Uhrenturm ist nett anzuschauen, sieht aber (wie vieles komischerweise) auf den Bildern größer aus. Danach geht es an ein paar schönen Tempeln vorbei. Ich nehme mir vor, diese wann anders zu betreten, wenn ich lange Klamotten dabei habe. (Tempel soll man in Thailand ja nicht mit Tanktop betreten. Und zumindest in den nicht-touristischen Tempeln halte ich mich daran, ich will ja nicht noch mehr auffallen als ohnehin schon).

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Bevor ich zurückgehe und mein Zimmer beziehe, komme ich noch zufällig an einem kleinen Museum vorbei. Das Ferienhaus des ehemaligen Ministerpräsidenten Phibulsongkram besitzt einen schönen Park und eine kleine Ausstellung. Zwar ist alles auf Thailändisch, aber ich folge der Devise: Wenn es umsonst ist, kann man auch reingehen. Auf dem Weg zurück zum Hostel merke ich meine Müdigkeit. Zeit sich von der langen Busfahrt zu erholen. Ich werde ja, wenn es gut läuft, noch länger hier sein und alles ganz genau erkunden können.

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Pai

Im Norden Thailands liegt ein ganz besonderes Juwel. Mit seinen dicht bewaldeten Hügeln, Nebelwäldern, Canyons und heißen Quellen bietet das kleine Pai nicht nur etwas für die Augen, sondern auch Balsam für die Seele. Vor allem wenn man genug von den Touristenmassen in Chiang Mai hat. Günstige Preise und freundliche Einheimische tragen zur Anziehungskraft dieses Refugiums für Hippies und Backpacker bei.

Pai lässt sich am bequemsten von Chiang Mai aus erreichen. Na gut, bequem ist vielleicht übertrieben. Die steilen Gebirgsstraßen winden sich ganz schön, dafür dauert die Fahrt auch nur 4 Stunden und ist schon für 5 Euro zu haben. An der Busstation in Pai angekommen, stehen viele Unterkünfte zur Verfügung. Ich habe etwas außerhalb im Hostel Paitopia gewohnt, das einen eigenen Pool, Bungalows und ein kleines Restaurant besitzt. Auswärts Essen ist jedoch günstiger. Ist man mit dem Roller unterwegs und hält abseits des Stadtzentrums, bekommt man schon für 1,50 Euro ein vollwertiges Essen! Ein Motorroller empfiehlt sich ohnehin, da es keine öffentlichen Transportmittel gibt. Es gelten die üblichen Sicherheitsregeln: Langsam fahren, auf dumme Touristen achten und Helm aufsetzen! Hat man einen fahrbaren Untersatz gemietet, wird es Zeit, die Sehenswürdigkeiten in und um Pai zu besuchen:

Big Buddha

Los geht es bei der großen Buddhastatue östlich von Pai. Aufgrund ihrer Lage auf einem Hügel ist sie bereits von weitem zu sehen. Der Aufstieg ist anstrengend (vor allem im heißen Oktober), lohnt sich aber nicht nur wegen der beeindruckenden Ausmaße, sondern auch aufgrund des Panoramas. Der Eintritt ist frei, daneben könnt ihr unten noch die halb abgebrannten Überreste eines Tempels und den Neubau besichtigen.

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Quelle: Espen Faugstad, Website

Pai Historical Bridge

Eine Brücke über den Pai-Fluss aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach ihrer Zerstörung wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut, daneben steht eine moderne Stahlbrücke für Fahrzeuge zur Verfügung. Hier kann man nicht viel mehr machen als Drüberlaufen und die Infotafeln auf Englisch zu lesen. Die Aussicht auf den Fluss und die Wälder ist jedoch ganz nett.

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Fotograf: James Antrobus, Website

Pai Canyon

Eine der Hauptattraktion von Pai und sehr einfach zu erreichen, da direkt an der Hauptstraße gelegen. Von diesem Canyon aus habt ihr eine grandiose Aussicht, nur der Weg ist teilweise schwierig und erfordert ein wenig kraxeln und klettern.

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Pai Land Split

Ein wirklich interessanter Ort: Hier sorgte ein Erdbeben 2008 für einen Riss in der Landschaft. Daneben befindet sich auf dem Gelände eine organische Obstfarm, die leckeren Saft anbietet – als Kostprobe ganz umsonst.

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Bamboo Bridge

Weiter westlich liegt eine Brücke aus Bambus, die sich über den Reisfeldern erstreckt. Die Aussicht ist wirklich schön. Nur genügend Wasser solltet ihr mitnehmen, da es auf der Bambusbrücke kaum Schatten gibt. Am Ende des Weges wartet ein kleiner Tempel.

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Yun Lai Viewpoint

Diesen Aussichtspunkt steuert ihr am besten am frühen Morgen mit dem Roller an. Von Pai aus dauert die Fahrt etwa 20 Minuten und es geht steil bergauf. Die Aussicht ist atemberaubend, vor allem wenn der Nebel über den Bergwäldern aufsteht. Die Landschaft rund um Pai hat etwas mystisch-faszinierendes.

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Muang Paeng Hot Springs

Nur wenige Minuten von Pai entfernt liegen die heißen Quellen von Tha Pai. Diese könnt ihr getrost links liegen lassen – zu teuer und zu viele Besucher. Investiert das Geld lieber in einen vollen Tank und fahrt zu den Muang Paeng Hot Springs, die etwa 1 Stunde südlich von Pai liegen. Alleine die Fahrt durch die atemberaubende Landschaft lohnt sich. Wenn euch der Geruch fauler Eier um die Nase weht, seid ihr richtig gefahren. Die Quellen kosten keinen Eintritt, trotzdem stehen Toiletten und Umkleiden bereit. Baden könnt ihr in einem kleinen Becken sowie künstlichen Wasserläufen. Und steckt bloß nicht euren Fuß in die Quelle selber – das Wasser ist wirklich heiß. Außer mir und einer Thai-Familie war niemand bei den Quellen, ein echter Geheimtipp also!

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Pai Night Market

Wenn ihr euch von eurem Ausflugstag ausgeruht habt, solltet ihr einmal auf den Nachtmarkt von Pai schauen. Hier gibt es nicht nur alle möglichen Spezialitäten aus Nord-Thailand zu probieren. Es gibt auch Klamotten, Schmuckstücke und allen möglichen Krimskrams. Die Kinder können sich auf Fahrgeschäften vergnügen und auf einer großen Bühne wird Live-Musik gespielt.

 

Koh Chang

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Koh Chang ist eine Insel im Golf von Thailand, etwa 6 Stunden östlich von Bangkok. Die zweitgrößte Insel des Landes überzeugt mit ihren Stränden, der urwüchsigen Vegetation und einer ruhigen Atmosphäre. Hier findet jeder einen Platz zum Entspannen, aber auch komfortable Resorts, internationale Restaurants und ein gutes Handynetz. Perfekt für alle, die idyllische Inseln lieben, aber nicht zu weit vom Schuss sein möchten.

Strände auf Koh Chang

  1. Klong Prao Beach

In der Nähe befinden sich viele Unterkünfte. Solltet ihr im Coconut Beach Resort oder im sehr empfehlenswerten Habitat Hostel übernachten, habt ihr diesen Strand direkt vor der Haustür. Der Sand könnte feiner sein, dafür ist Klong Prao Beach sehr sauber. Das Wasser sieht etwas trübe aus, das liegt aber nur am aufgewirbelten Sand. Das Schöne: Bei Ebbe könnt ihr weit hinauslaufen. Der Fluss, der beide Strandabschnitte teilt, ist dann seicht genug zum Durchwaten. Dahinter befinden sich schnuckelige Restaurants und Strandbars. Klong Prao Beach wird vor allem von Resortgästen und Familien besucht, ist aber nicht überlaufen.

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Klong Prao Beach am frühen Abend

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2. Kai Bae Beach

Meiner Meinung nach der schönste Strand auf der Hauptinsel Koh Chang. Von der Hauptstraße nehmt ihr vor dem steilen Berg die Abzweigung zum Resort (der Strand ist jedoch öffentlich). Kai Bae Beach punktet mit feinem, weißen Sand, vorbildlicher Sauberkeit und türkisblauem Wasser.

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Ein Highlight ist die kleine Insel Ko Mun Nai. Diese erreicht ihr am besten mit dem Kayak, was etwa 15 Minuten dauert. Das Ausleihen kostet 100 Baht (2,70 Euro) pro Stunde, was ausreicht, um einmal um die Insel herumzufahren.

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Blick von Ko Mun Nai auf Koh Chang

3. Lonely Beach

Dieser Strand ist überhaupt nicht einsam. Ganz im Gegenteil – nachts verwandelt sich der Lonely Beach in den Party-Hotspot der Insel. Das Publikum ist jung, vor allem Backpacker sonnen sich hier. Ich konnte dem Strand nichts besonderes abgewinnen, guter thailändischer Standard eben. Nachts wird es sehr laut. Das solltet ihr bedenken, wenn ihr dort übernachten wollt.

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4. Long Beach

Dieser Strand an der Ostküste hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Szenerie des halbmondförmigen Küstenabschnitts gehört zum Schönsten auf Koh Chang. Auch das Wasser ist wunderbar klar und sehr flach. Dafür liegt jedoch viel Müll rum, der von der Flut angespült wird. Kein Wunder, hier befindet sich kein großes Resort mit Angestellten, die den Abfall einsammeln. Lediglich ein Restaurant mit Bungalows steht dort. Long Beach ist der ruhigste Strand auf Koh Chang. Hier stört euch wirklich niemand. Perfekt für alle, die abschalten wollen. Passend dazu habt ihr dort auch kaum Handy-Empfang, geschweige denn WLAN. Einen Bungalow am Strand gibt es schon für 300 Baht (8 Euro) die Nacht.

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5. White Sand Beach

Im Nordwesten der Insel liegt noch ein schöner Strand, der von Resorts umgeben ist. Der White Sand Beach überzeugt mit feinem, sehr sauberem Sand und flachem, warmem Wasser. Die Palmen im Hintergrund sind malerisch, wirklich beeindruckend ist jedoch das Panorama der bewachsenen Hügel, über denen Vögel kreisen. Am Strand existieren zahlreiche Restaurants und Bars. Der White Sand Beach ist lang und bietet genug schattige Plätze für die vielen Besucher in den umliegenden Resorts.

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Die beste Möglichkeit, zu den Stränden zu gelangen, ist übrigens ein Motorroller. Die Preise liegen bei 250 Baht (7 Euro) pro Tag. Auch Fahrräder stehen für 150 Baht (4 Euro) zur Verfügung. Das gebirgige Terrain macht das Fahrradfahren jedoch sehr anstregend. Eine dritte Alternative sind die öffentlichen Minibusse, die zwischen 50 und 100 Baht pro Strecke kosten. Meiner Kenntnis nach fahren sie jedoch nicht an der Ostküste.

Island Hopping

Die Strände auf Koh Chang sind schon sehenswert. Die wirklichen Juwele warten jedoch auf den kleinen Inseln vor der Südküste. Ich kann die halbtägige Schnorcheltour empfehlen. Enthalten sind 3 Inseln, ein Mittagessen sowie Transport von und zu eurer Unterkunft. Der Trip dauert etwa 4 Stunden und kostet 800 Baht (22 Euro).

  1. Ko Klum

Die erste Insel. Aus der Ferne ganz hübsch anzuschauen. Hier geht ihr nicht an Land, was aufgrund des Mülls an der Küste aber ganz gut ist. Stattdessen schnorchelt ihr in einem Korallenriff. Gut, es mag buntere Riffe geben, hier existieren nur relativ farbarme Steinkorallen. Lohnenswert ist das Schnorcheln dank der zahlreichen Fischschwärme dennoch.

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2. Ko Wai

Hier geht ihr zum ersten Mal an Land. Der Sand und die Vegetation sind einfach fantastisch. Das Wasser leuchtet genauso schön türkis-blau, wie man es von Thailand-Urlaubsbildern kennt. Auch schnorcheln könnt ihr hier, Fischreichtum und Sichtweite sind jedoch nicht so gut wie vor Ko Klum.

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3. Ko Laoya

Die letzte Insel auf dem Trip ist meiner Meinung nach die beste – und das nicht nur, weil es hier das Mittagessen gibt. Der Sand ist noch einen Ticken feiner und weißer als auf Ko Wai und ihr könnt wunderbar an der palmenbewachsenen Küste spazieren gehen. Schnorcheln lässt sich hier auch gut, sowohl beim Korallenriff als auch bei den Felsen vor der Küste.

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Sonstige Attraktionen

  1. Klong Plu-Wasserfall

Dieser Wasserfall befindet sich zwischen den Stränden Klong Prao und Kai Bea. Nur ein paar Minuten von der Hauptstraße entfernt befindet sich der Eingang, wo ihr den Obulus von 200 Baht (6 Euro) entrichtet. Danach folgt ein kurzer, sehr machbarer Fußweg zum Wasserfall. Im Becken könnt ihr schwimmen und euch dabei von den Fischen die Hornhaut von den Füßen knabbern lassen. Die größeren Exemplare nehmen auch gerne mal einen ganzen Zee ins Maul, haben aber zum Glück keine spitzen Zähne 😉 Der Wasserfall an sich ist nicht spektakulär, aber das Fisch-Spa ist ein netter Zeitvertreib.

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2. Kiri Phet-Wasserfall

Eine schöne Alternative für alle, die keine 200 Baht zahlen möchten. Dieser Wasserfall liegt etwas abseits der Hauptstraße auf der Ostseite der Insel. Schon der Hinweg durch eine Kokosplantage ist wunderschön. Vom Parkplatz aus führt ein etwa 15-minütiger Fußweg zum Wasserfall, der zumindest in der Trockenzeit nur eine überschaubare Menge Wasser führt. Dafür könnt ihr in einem tiefen Becken schwimmen und seid wahrscheinlich völlig ungestört dabei. Erfreulich: Der Besuch kostet euch keinen Cent! Wichtig: Nehmt beim Parkplatz den linken Weg zum Wasserfall!

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3. Wat Salak Petch

Ein kleiner Tempel in der Nähe Kiri Phets, der erst 1994 eingeweiht wurde. Der Eintritt kostet nur 20 Baht (0,60 Euro). Besonders schön sind die goldene Buddhastatue und die kunstvollen Wandgemälde.

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4. Koh Chang Memorial

Eine kleine Gedenkstätte für die 36 Matrosen, die bei der Schlacht von Koh Chang 1941 ihr Leben verloren. Kann man hinfahren, wenn man ohnehin am Long Beach ist, viel zu sehen gibt es jedoch nicht. Alle Informationen sind nur auf Thailändisch. Hinter der Gedenkstätte befindet sich ein kleiner Strand.

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Tipps zum erfolgreichen Texte-Schreiben

In diesem Artikel habe ich dir gezeigt, wie man mit dem Schreiben Geld verdienen kann. Nun soll es um das Handwerkszeug gehen. Wie schreibe ich einen guten Text, der meinen Auftraggeber und den Leser zufrieden stellt? Natürlich bin ich nicht der Papst des SEO-Textens und lerne selbst kontinuierlich dazu. Auch hat jeder seinen individuellen Stil. Ich habe jedoch in meiner Zeit als Reiseautor viel Feedback erhalten, das mir geholfen hat, besser und effektiver Texte zu verfassen. Diese Tipps möchte ich mit dir teilen:

1. Die Recherche

Bevor das erste Wort auf das Blatt kommt, steht die Recherche. Diese kann mal mehr, mal weniger ausführlich ausfallen. Einen Ort, an dem du drei Monate gelebt hast, wirst du einfacher beschreiben können als ein Reiseziel, von dem du noch nie gehört hast. Über Strandurlaub in Südostasien kann ich mehr erzählen als über Wanderreisen an der Ostsee. Doch wenn du nur über Orte schreibst, die du kennst, wirst du am Anfang wahrscheinlich nur wenige Aufträge annehmen können. Wie also über ein wenig oder gar nicht bekanntes Reiseziel schreiben?

Brainstorming

Klischees sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erleichtert das Verallgemeinern uns Menschen das Denken – ein evolutionärer Vorteil. Andererseits wirkt ein Text, der nur aus Stereotypen besteht, schnell platt. Wenn du ein Reiseziel ausgesucht hast, schreib doch einmal alles auf, was du damit verbindest. Paris – Eiffelturm und Croissants, Hawaii – Traumstrände und Surfen, Schweiz – Kuckucksuhren und Käse. Das hat zwei Vorteile: Zum einen hast du schon einmal etwas auf dem Blatt stehen (nichts ist furchteinflößender für einen Autor als eine leere Seite). Zum anderen kannst du bei der weiteren Recherche überprüfen, ob diese Meinungen und Klischees wirklich stimmen. Der Leser möchte überrascht werden. Vielleicht denkt er etwa beim Reiseziel Toronto an kanadische Wildnis, Wandern und Skifahren. Doch wenn du ihm schreibst, dass er dort auch am Strand liegen kann – und das in nächster Nähe zur Innenstadt – hast du seinen Horizont erweitert und machst ihn neugierig, das Reiseziel zu besuchen.

Wikipedia

Klar, die größte freie Enzyklopädie des World Wide Web hat etwas Anrüchiges. Auf der Uni hat man dir wahrscheinlich beigebracht, einen großen Bogen um Wikipedia zu machen. Aber du bist nicht (mehr) an der Uni, und du bist in Zeitdruck, wenn du deinen Text irgendwann fertig kriegen willst. Wikipedia bietet dir vor allem eins: übersichtliche Daten und Fakten. Wie groß ist das Reiseziel? Wie viele Leute leben dort? Wie ist die Flora und Fauna, was sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten? Diese Informationen bilden das Skelett des Textes, das du in einem nächsten Schritt mit Fleisch ergänzt.

Mache dir selbst ein Bild

Du kannst nicht jedes Reiseziel selbst besuchen. Wenn das so wäre, hätte ich bereits über 100 Länder bereist. Aber unsere moderne Technologie bringt dich der persönlichen Erfahrung so nah wie noch nie. Öffne Google Maps und gib dein Ziel ein. Wie sieht es von oben aus? Wie wirkt es auf den Fotos? Immer mehr Städte werden komplett als lebensechte 3D-Karten rekonstruiert. So kannst du dir etwa ein Gebäude aus allen möglichen Perspektiven ansehen. Wie sind seine Ausmaße im Vergleich zur Umgebung? Gibt es auffällige Merkmale, über die du schreiben könntest? Irgendjemand schreibt, von Punkt X hätte man eine gute Aussicht auf Ort Y, aber stimmt das auch? Aktiviere Google Street View und mach dir dein eigenes Bild. Unternimm einen virtuellen Rundgang durch das Reiseziel – natürlich immer im realistischen Rahmen angesichts der Vergütung für deinen Artikel.

Bewertungen

Du hast den Auftrag, über die Copacabana in Rio de Janeiro zu schreiben. Wikipedia hat dir die wichtigsten Daten geliefert und dank Google Maps weisst du, wo der Strand liegt, wie weit er vom Stadtzentrum entfernt ist und welche Sehenswürdigkeiten sich dort befinden. Doch dies ist nur das Gerüst. Kaum ein Auftraggeber wird dich dafür bezahlen, eine reine Beschreibung zu liefern. Du musst für den Strand werben, damit der Kunde über die Seite ein Hotelzimmer genau hier bucht. Dafür musst du die Stärken des Strandes herausstellen. Was gefällt den Menschen hier? Warum kommen sie her? Was zeichnet ihn gegenüber anderen Stränden aus? Zum Glück kann heute jeder seine Meinung zu allem abgeben. Sieh dir die Bewertungen auf Google Maps und TripAdvisor an und übernimm (natürlich paraphrasiert) Kommentare, die du hilfreich findest. Manchmal sollst du vielleicht auch über negative Seiten und Alternativen schreiben. Dann sind Bewertungen noch wichtiger. Doch achte auf das Alter der Kommentare: Keinen Menschen interessiert heute, wie toll man 2005 auf Borocay Party machen konnte. Das gleiche gilt für Eintrittspreise, Öffnungszeiten und andere Informationen, die sich schnell ändern.

Die Gliederung

Der erste Schritt ist getan: Du bist ein Experte für dein Reiseziel geworden (im Rahmen des Erforderlichen) und hast genug Input gesammelt, um darüber zu schreiben. Wie du anfängst, hängt nun ganz von deinem Stil und vor allem vom Auftrag ab. Im einfachsten Fall ist es ein Listenartikel, in dem du verschiedene Orte nacheinander abhandelst. Aber vielleicht bist du auch komplett frei in deiner Gliederung: Beschreibst du z.B. eine Stadt, könntest du über jeden Stadtteil einen Abschnitt schreiben. Oder du nimmst die Perspektive des Lesers ein. Was kann man dort machen? Ein Abschnitt könnte Freizeitmöglichkeiten für Familien behandeln, ein anderer Museen und Kultur, ein anderer Natur und Outdoor-Aktivitäten. Wie auch immer du vorgehst: Eine gute Gliederung ist das A und O. Nicht nur hilfst du dem Leser, sich in deinem Text zurecht zu finden, auch du behältst so die Übersicht. Wahrscheinlich hast du eine maximale Anzahl an Wörtern zur Verfügung, etwa 1.000 Wörter. Da wäre es blöd, wenn du 700 Wörter im ersten Absatz schreibst, der Text aber noch fünf weitere Absätze haben soll. Nutze das „Wörter zählen“-Tool in Word und überprüfe ab und zu, ob du dich noch im Rahmen bewegst. Sonst musst du am Ende ganze Teile deines Geschriebenen wieder löschen. Hast du den Text gegliedert, kannst du die einzelnen Abschnitte hin und herschieben, wie es dir beliebt und am meisten Sinn macht. Die Königsdisziplin stellen dann sinnvolle und elegante Überleitungen dar, die für einen glatten Lesefluss sorgen. Diese sind umso wichtiger, wenn es keine Zwischenüberschriften gibt.

Viele Kunden verlangen eine Einleitung, die den Leser emotional packt und zum Weiterlesen anregt. Diese schreibst du idealerweise am Schluss, wenn du weißt, was du eigentlich einleitest. So macht es wenig Sinn, in der Einleitung die tollen Strände von Barbados anzupreisen, wenn im Text kein einziger Strand vorkommt. Auch geht es in der Einleitung weniger um Fakten als um Emotionen. Hier kannst du mit breiten Pinselstrichen arbeiten, um ein Stimmungsbild deines Reiseziels zu zeichnen, oder wie ich es gerne sage: die Seele des Ortes einfangen. Die Details kommen dann im Hauptteil. Eine abschließende Zusammenfassung kann den Artikel abrunden, ich bin aber kein großer Freund davon. Wenn der Leser sich deinen Artikel bis zum Schluss durchgelesen hat (was ohnehin nur selten vorkommt), hat er sich die für ihn wichtigen Informationen bestimmt schon herausgezogen. Ein Schluss bläht den Artikel meist nur unnötig auf. Wenn nicht ausdrücklich vom Kunden gewünscht, würde ich ihn also weglassen.

Tipps für einen eleganten Schreibstil

Die Gliederung steht, die Seite ist voller Notizen, Zahlen und Daten, Satzfragmenten und Formulierungen. Zeit, das Ganze in eine gut lesbare Form zu bringen. Dein Artikel kann noch so vor gut recherchierten, wertvollen Informationen strotzen – wenn er nicht gut geschrieben ist, wird niemand ihn lesen. Das Formulieren ist eine Kunst – zum Glück, sonst wären alle Werbetexter schon längst von Robotern ersetzt worden. Und während es gut und richtig ist, seinem eigenen Stil treu zu bleiben, gibt es einige Tipps, die du beachten solltest, um deinen Text interessant und leicht lesbar machen:

Vermeide Wortwiederholungen.

Sieh dir folgenden Satz an: „Mallorca bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Neben malerischen Stränden lockt die Insel Gäste auch mit malerischer Natur und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten“. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Jeder hat seine Lieblingswörter, die sich immer wieder in den Text einschleichen. „Malerisch“ ist definitiv eines meiner malerischen Lieblingswörter J Wortwiederholungen sind jedoch ein No-Go bei Artikeln, da sie den Text eintönig machen. Bei einem Satz ist das Finden von gleichen Wörtern noch einfach. Aufwändiger ist da schon das Durchforsten ganzer Textpassagen. Zum Glück schickte mir eine Texter-Kollegin den Link zu einem Tool, das sie gebastelt hat. Das Programm durchsucht automatisch den Text, den ihr eingebt, auf wiederkehrende Wörter und markiert diese. Natürlich: Manchmal lassen sich Wortwiederholungen nicht vermeiden. Oder wie viele Synonyme für Strand kennt ihr? Küstenabschnitt? Sandiger Meeresvorplatz? Fällt euch wirklich kein Synonym ein, solltet ihr einen Thesaurus zu Rate ziehen. Zu kreative Formulierungen lassen den Text jedoch unfreiwillig komisch wirken. Meine Faustregel: Das gleiche Wort sollte nie mehr als 3 Mal in einem Abschnitt von etwa 200 Wörtern vorkommen. Und wenn doch, niemals zweimal direkt hintereinander.

Variiere die Satzanfänge.

Ein weiteres Beispiel: „Rügen ist ein Paradies für Wanderer. Malerische Wanderwege führen an hoch erhobenen Steilklippen entlang. Viele Vogelarten bewohnen die uralten Birkenwälder. Die Strände laden zum Baden ein. Restaurants und Strandbars sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.“ Was haben diese Sätze gemeinsam? Richtig, sie fangen alle mit dem Subjekt an. Noch zwei Abschnitte dieser Art und jeder Leser legt den Artikel garantiert gelangweilt weg. Variantenreiche Satzanfänge sind das Salz in der Suppe des Textens. Sie halten die Aufmerksamkeit des Lesers hoch und schmeicheln unserem ästhetischen Empfinden. Also einfach einmal mit dem Objekt des Satzes anfangen, oder einer Präposition. „Im Sommer lohnt sich ein Ausflug nach XY…“, „Entspannten Badespass verspricht der See Z…“

Spiele mit verschiedenen Satzarten.

Variierende Satzanfänge sind ein Muss. Verschiedene Satzarten lockern den Artikel weiter auf und sorgen für Abwechslung beim Lesen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer rhetorischen Frage? Gerne auch in Kurzform: „Oder soll es ein abgelegener Küstenabschnitt sein? Dann empfiehlt sich ein Abstecher nach…“ Gedankenstriche brechen die Textstruktur ebenfalls wohltuend auf. „Traumstrände, Korallenriffe und geschwungene Hügel – XY ist ein Paradies für Outdoor-Freunde.“ Besonders bei werbenden Artikeln bietet sich auch die direkte Ansprache des Lesers an: „Den besten Espresso in Rom genießen Sie bei…“ Das geht bis zur direkten Aufforderung: „Lassen Sie sich bei einer Schönheitsbehandlung im Hotel XY verwöhnen.“ Als Faustregel gilt: Je informativer und formeller der Artikel sein soll, desto weniger rhetorische Fragen, Einschübe und Anreden darf er enthalten. Doch bei Werbeartikeln wird das Eingehen auf den Leser sogar ausdrücklich gewünscht, um eine emotionale Beziehung aufzubauen.

Fasse dich kurz.

Ja, wir Deutschen mögen lange Sätze. Für unlesbare Wortungetüme muss man nicht einmal die Werke Kants und Hegels zur Hand nehmen. Wer wie ich das Vergnügen hatte, Oberstufen-Klausuren zu korrigieren, weiß, was ich meine. Verständlich eigentlich. Ein Punkt ist so abschließend, so definitiv, und oft ist man so schön im Gedankenfluss… Aber es leuchtet wohl jedem ein: Kurze Sätze sind leichter verständlich als lange. Mehr als drei Kommas sollte kein Satz enthalten und ich halte mich an die Regel: Lässt sich ein Satz sinnvoll teilen, dann mache ich das aus. Als Beispiel dieser Satz: „Neben dem Kunsthaus von Zürich, in dem bedeutende europäische Maler aus fünf Jahrhunderten hängen, kommen Kunstfreunde auch bei den zahlreichen Galerien der Stadt, von denen sich viele rund um das Handwerkerquartier befinden, auf ihre Kosten.“ Dieses Ungetüm lässt sich mindestens noch einmal zerteilen, ohne dass auch nur ein Quäntchen an Information verloren geht. Nur kurze Sätze sind natürlich auch nicht empfehlenswert. Dann wirkt der Text zu abgehackt. Den einen oder anderen Schachtelsatz würde ich meinen Lesern schon zumuten, alleine der Abwechslung halber. Es ist der gesunde Mix, der einen Text interessant macht.

Drücke dich präzise aus.

Vor allem Reiseberichte sind eine subjektive Angelegenheit. Kein Wissenschaftler kann sagen, warum die Leute lieber an Strand A gehen als an Strand B. Auch die Formulierungen in Bewertungsportalen sind meistens sehr persönlich: „Cooler Strand“, „hat mir gefallen“, „Daumen hoch“… Die Kunst bei der Beschreibung von Reisezielen ist es nun, diese Subjektivität auszudrücken, ohne gleichzeitig zu schwammig zu formulieren. Ein Beispiel: „Der Königspalast von Bangkok gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.“ Das kann schon sein, aber warum? Schau dir dieses Bild an: Was macht diesen Ort so schön? Sind es die Ausmaße, die Proportionen? Der Glanz der Edelsteine oder wie das goldene Dach im Sonnenlicht glänzt? Hab keine Angst davor, das Offensichtliche zu schreiben, denn der Leser hat vielleicht keine Ahnung, wie der Palast von Bangkok aussieht. Es geht darum, den Leser zu überzeugen, am besten durch anschauliche Beispiele. Weitere stark subjektive Wörter sind „groß“ und „ruhig“. „Badegäste finden an der Nordküste einen großen, ruhigen Strand.“ Nicht besonders überzeugend, oder? Wenn du noch ein paar Wörter übrig hast, schreibe doch lieber: „Badegäste finden an der Nordküste einen 7 Kilometer langen Strand, der dank seiner abgeschiedenen Lage immer noch zu den Geheimtipps der Insel gehört.“

Feinschliff und Korrekturen

Es ist vollbracht: Der Artikel ist geschrieben, strotzend vor Informationen und Mehrwert für den Leser. Zum Schluss steht natürlich noch das Korrigieren von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Danach mache ich sofort eines: Ich lege den Text weg und mache etwas anderes. Viele Fehler fallen mir nämlich erst auf, wenn ein bisschen Abstand zu meinem Machwerk gewonnen habe – meistens einen halben Tag. Dann fällt mir plötzlich noch eine viel bessere Formulierung ein. Oder ich merke, dass die eine oder andere Information vielleicht für den Leser gar nicht so interessant ist. Das Ausmerzen von Fehlern ist natürlich eine Sisyphus-Arbeit. Wenn ich merke, dass meine Konzentration nachlässt, lese ich mir den Artikel laut vor. Oder ich gebe ihn in die Maske des Textportals ein und überliege ihn noch einmal. Doch irgendwann muss Schluss sein, denn wir sind alle nur Menschen. Wenn ihr einen Fehler nach dreimaligem Korrekturlesen nicht gefunden hat, wird ihn der Leser wahrscheinlich auch nicht finden.

 

Habt ihr den Text korrigiert, gebt ihr ihn in die Hände eures Auftraggebers oder Lektors – mit dem Wissen, dass ihr einen Schritt weiter seid, der beste Reiseautor aller Zeiten zu werden. Und natürlich in freudiger