Koh Tao

Nördlich von Koh Phangan liegt eine kleine Insel, die vor allem bei Tauchern beliebt ist. Doch auch wer gerne schnorchelt oder einfach nur faul in der Sonne liegt, kommt an den traumhaften Stränden Koh Taos auf seine Kosten. Daneben bietet die Insel malerische Tropenlandschaften und eine große Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Hier sind die schönsten Strände und Schnorchelspots Koh Taos, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet:

Inhaltsverzeichnis

1. Mae Haad
2. Shark Bay
3. Ao Leuk
4. Tanote Bay
5. Ao Hin Wong
6. Wandern an Koh Taos Westküste

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1. Mae Haad

Mae Haad ist der größte Ort auf Koh Tao, hier legen alle Fähren zur Insel an. Außerdem befinden sich in Mae Haad zahlreiche Tauchschulen, Restaurants und Unterkünfte. Vor der Küste herrscht ein reger Bootsverkehr und die Strände gehören nicht zu den schönsten auf Koh Tao. Eine Überraschung gibt es aber: Geht ihr vom Pier aus nach links, findet ihr ein paar schöne Schnorchelspots. Das Wasser ist nahe am Ufer noch etwas trübe, die Sichtverhältnisse werden jedoch besser, je weiter ihr rausschwimmt.

Unweit des Ufers, bei aus dem Wasser ragenden Felsen, liegt das Wrack eines alten Passagierschiffs auf Grund. Und zwar flach genug zum Schnorcheln. Der mittlerweile dicht bewachsene Rumpf bietet nicht nur einen interessanten Anblick, sondern auch ein Habitat für eine ganze Reihe von Fischen. Etwas weiter außerhalb säumen Korallenformationen von erstaunlicher Größe die Felsen – nicht schlecht für einen Strand, den ihr bequem zu Fuß vom Pier aus erreichen könnt.

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Sonnenuntergang am Mae Haad Beach

2. Shark Bay

Zugegeben, einen Hai habe ich in dieser Bucht an der Ostküste Koh Taos nicht gesehen – dafür aber eine große Meeresschildkröte. Zum Schnorcheln haltet ihr euch am besten links und schwimmt 100 Meter hinaus. Die Korallen sind zwar größtenteils tot, dafür tummeln sich hier aber viele bunte Fische. Bei den Felsen auf der rechten Seite sind die Sichtverhältnisse schlechter und der Fischbestand geringer. Auch zum Sonnenbaden und Schwimmen ist der Strand der Shark Bay mit seinem feinen Puderzucker-Sand, dem klaren Wasser und den schmucken Palmen ideal. Dafür müsst ihr 100 Baht (2,80 Euro) abdrücken, da der Strand (wie die meisten auf Koh Tao) zu einem Resort gehört.

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3. Ao Leuk

Auch dieser Strand gehört zu einem Resort. Darum müsst ihr 100 Baht (2,80 Euro) Eintritt zahlen und bekommt dafür eine Liege sowie kostenloses Wasser. Das ist ganz nett, es wäre jedoch schön, wenn das Resort den Strand für das Geld etwas sauberer halten könnte. Der Sand ist eher grobkörnig, dafür bieten die Felsen links und rechts vom Strand ein schönes Panorama. Für Schwimmer ist Ao Leuk gut geeignet, da das Wasser schnell tief wird. Auch schnorcheln könnt ihr hier exzellent. Linkerhand herrschen gute Sichtverhältnisse und ihr könnt viele bunte Fische erspähen, die an den paar verbliebenen Korallen herum knabbern. Nur der Wellengang war früh am Morgen etwas stark für meinen Geschmack. Auch die Felsen auf der rechten Seite sind ein lohnender Schnorchel-Spot.

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4. Tanote Bay

Diese Bucht liegt an der Ostküste Koh Taos und ist von Mae Haad aus einfach mit dem Roller zu erreichen. Erfreulicherweise wird hier kein Eintritt erhoben, auch wenn ihr nicht in einem der Resorts übernachtet. Zum Schnorcheln ist die Tanote Bay perfekt: Der Wellengang ist schwach und die Sichtweite grandios. So könnt ihr viele bunte Fische zwischen den Felsen erspähen, darunter auch ausgewachsene Barracudas. Rechterhand liegen die besten Schnorchelspots und vom großen Felsen unweit der Küste könnt ihr ins Wasser springen.

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5. Ao Hin Wong

Dieser Strand gleicht der Tanote Bay sehr stark, ist jedoch etwas kleiner. Am besten schnorcheln könnt ihr zwischen den Felsen auf der rechten Seite. Mit etwas Glück lassen sich hier Schwarzspitzen-Riffhaie sichten.

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6. Wandern an Koh Taos Westküste

Auf Koh Tao ist es das ganze Jahr über heiß bis sehr heiß. Ausgedehnte Wanderungen sind wegen der Hitze und aufgrund des hügeligen Terrains nur etwas für Hartgesottene. Es gibt jedoch eine bequeme Route, auf der man beides verbinden kann: malerische Natur und traumhafte Strände. Die Karte soll euch die Orientierung erleichtern:

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Los geht es beim Sensi Resort westlich des Mae Haad Piers (1). Einfach durchlaufen und den Schildern zur Jansom Bay folgen. Der Weg führt im Schatten an der Küste entlang. Jansom Bay (2) ist ein kleiner Privatstrand mit ein paar Liegestühlen und flachem Wasser. Ich würde empfehlen, Jansom Bay nur kurz zu betrachten und dann weiter zu laufen. Es kommen noch schönere Strände, die keine 200 Baht (5,60 Euro) Eintritt kosten.

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Auch am Sai Nuan Beach (3) müsst ihr euch nicht lange aufhalten. Der Strand ist klein und der Sand eher grobkörnig. An der Küste entlang seht ihr noch mehr kleine Buchten, sowie Felsen, die sich malerisch vom türkisblauen Wasser abzeichnen.

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Weiter bergauf geht es zu einem kleinen Restaurant mit herrlicher Aussicht (4). Hier könnt ihr kurz verschnaufen, bevor ihr dem kleinen Trampelpfad zur Hauptstraße folgt.

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Biegt auf der Hauptstraße nach rechts Richtung Cape Ya Te Kang ab. Vorher solltet ihr aber noch zum Sainuan Viewpoint (5) links der Straße schauen. Der Aussichtspunkt lässt sich in 5 Minuten erreichen und bietet ein herrliches, völlig kostenloses Panorama über die Westküste Koh Taos.

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Weiter geht es zur June Juea Bay (6). Dafür folgt ihr nach 200 Metern auf der Hauptstraße dem Schild zum Pinnacle Resort nach rechts.

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Ehrlich gesagt fand ich die June Juea Bay nicht besonders schön. Ihr könnt also auch gleich dem Schild Richtung Viewpoint Resort nach links folgen. Der Weg führt euch zur Chalok Baan Kao Bay (7), einer der schönsten Buchten Koh Taos. Der weite Strand ist gesäumt von Palmen und das Wasser ist glasklar, allerdings etwas zu warm für eine Abkühlung. Dafür wird es schnell tief – ideal für Schwimmer.

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Am Ende der Bucht könntet ihr den Rückweg nach Mae Haad einschlagen. Oder ihr geht nach Rechts Richtung Freedom Beach (8). Dort am südlichsten Zipfel Koh Taos befinden sich gleich mehrere kleine Strände. Highlight ist jedoch der John-Suwan Aussichtspunkt, für den ihr 50 Baht (1,40 Euro) Eintritt zahlen müsst. Der Aufstieg ist anstrengend, lohnt sich aber: Die Aussicht ist einfach grandios. Ihr könnt von dort oben sowohl die West- als auch die Ostküste Koh Taos überblicken, während Schwalben dich über eure Köpfe hinweg fliegen.

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Zurück nach Mae Haad lauft ihr am besten nicht an der Küste entlang, sondern nehmt den direkten Weg. Das dauert nicht länger als 30 Minuten. Insgesamt sollte der ganze Wanderweg inklusive Fotostopps und Pausen etwa 3 Stunden in Anspruch nehmen. Ein durchaus machbares Unterfangen und ideal, um die Schönheit der Küste kennenzulernen.

Fazit

Was Tropenidylle und Strände angeht, lässt Koh Tao kaum Wünsche übrig. Zum Tauchen und Schnorcheln ist die Insel ideal, da die Korallenbestände trotz des Massentourismus noch einigermaßen gut in Schuss sind. Für jeden Geldbeutel gibt es auf der Insel die geeignete Unterkunft, das gilt auch für Restaurants. Von A nach B kommt ihr am besten mit dem Motorroller. Ich kann die Vermietung Red Power Motor RPM empfehlen. Hier bekommt ihr für 250 Baht (7 Euro) pro Tag einen vernünftigen Motorroller und werdet nicht über den Tisch gezogen. Wer Wert auf ausgelassene Partys legt, ist auf der Nachbarinsel Koh Phangan besser aufgehoben. Das Klientel auf Koh Tao ist generell etwas älter, die meisten kommen zum Tauchen oder um am Strand zu entspannen. Dank der geringen Größe der Insel reichen 2-3 Tage locker aus, um alles zu sehen.

Koh Phangan

Die kleine Insel nördlich von Koh Samui ist bekannt für ihre Full Moon und Half Moon Parties, die jede Woche stattfinden. Doch selbst wenn man keinen Wert darauf legt, 40.000 mit Leuchtfarben angemalte Backpacker auf einem Haufen zu sehen, hat die Insel einiges zu bieten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Koh Phangans möchte ich in diesem Beitrag vorstellen:

Inhaltsverzeichnis

1. Thongsala Beach
2. Haad Rin
3. Secret Beach
4. Chalok Lam
5. Haad Kom
6. Haad Yao
7. Bottle Beach
8. Paradise Waterfall
9. Than Sadet Waterfall
10. Chinese Temple
11. Royal Navy Ship

 

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Koh Phangan – Karte

Die schönsten Strände auf Koh Phangan

1. Thongsala Beach

Thongsala ist der größte Ort Koh Phangans. Hier kommen die Fähren an. An der Südküste konzentrieren sich die meisten Hotels und Strandresorts, zum Beispiel mein Hostel, das Goodtimes Beach Backpackers. Die Strände an der Südküste variieren etwas, was die Qualität des Sandes angeht. Wirklich malerisch sind sie nicht, dafür einfach erreichbar. Zum Schwimmen sind die Strände weniger geeignet, da das Wasser sehr flach ist. Ihr müsst besonders nachmittags weit hinauslaufen, und dann noch über Felsen steigen. Meine Empfehlung ist, sich diese Strände kurz anzusehen und dann schnell zu den schöneren Küstenabschnitten weiter zu ziehen.

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2. Haad Rin

Fahrt ihr an der Küste entlang Richtung Süden, kommt ihr irgendwann zum Haad Rin Beach. Dieser besticht durch feinen Sand und eine schöne Naturkulisse, ist aber auch nicht besonders gut zum Schwimmen geeignet. Hier befinden sich luxuriöse Strandresorts und viele Restaurants.

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Der beste Weg, zu den einzelnen Stränden zu gelangen, ist ein Motorroller. Dieser kostet euch etwa 250 Baht (7 Euro) am Tag, das ist allerdings deutlich günstiger als die Sammel-Taxis, die für 2 Kilometer gerne 100 Baht (2,80 Euro) verlangen.

3. Secret Beach

Fahrt ihr an der Westküste Richtung Norden, kommt ihr an ein paar schönen Stränden vorbei, die beinahe identisch aussehen. Der Secret Beach ist nicht so secret, wie sein Name vermuten lässt. Er ist einer der kleinsten Strände der Insel. Der Sand ist eher grobkörnig, mit einigen Steinen, nachmittags ist das Wasser sehr flach, Schwimmen ist also auch hier schlecht möglich.

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4. Chalok Lam

Ein wirklich schöner Strand mit feinem, weißen Sand und transparentem Wasser. Hier legen nicht allzu viele Boote an und besonders am rechten Ende von Chalok Lam ergattert ihr immer ein ruhiges Plätzchen.

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5. Haad Kom

Dieser Strand ist interessant anzuschauen dank der großen Felsen und der dicht bewachsenen Landzunge, die ins Meer ragt. Der Sand ist wunderbar fein und das Wasser glasklar. Die Palmen sorgen für ausreichend natürlichen Schatten.

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6. Haad Yao

Dieser Strand wird dominiert vom Bayview Resort & Spa im Stil eines thailändischen Tempels. Die Uferbewachsung am rechten Ende gehört zum Schönsten, das die Nordküste Koh Phangans zu bieten hat. Noch dazu ist der Sand angenehm fein und das Wasser auch nachmittags noch tief genug zum Schwimmen. Für mich nach dem Bottle Beach der schönste Strand auf Koh Tao.

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7. Bottle Beach

Der schönste Strand auf Koh Phangan ist gleichzeitig auch am schwierigsten zu erreichen. Mit dem Auto kommt ihr nicht hin, die einzigen Möglichkeiten sind hin zu wandern oder das Boot zu nehmen. Die Wanderung beginnt bei einem Parkplatz 5 Minuten vom Haad Khom Beach. Es gibt zwei Wege: Für den kürzeren haltet ihr euch am Parkplatz rechts. Der Weg dauert etwa 1,5 Stunden und ist leichter begehbar, dafür auch mehr in der prallen Sonne. Für den längeren Weg haltet ihr euch links an der Küste entlang. Dieser nimmt mindestens 2 Stunden in Anspruch und hat es in sich: In der brutalen Hitze geht es steil bergauf, manchmal fast senkrecht über steinige Pfade. Dann müsst ihr euch an Lianen abseilen, um wieder herunter zu kommen. Für diesen Weg solltet ihr wirklich fit sein und feste Schuhe anhaben. Dafür werdet ihr aber mit herrlichen Ausblicken auf die Küste belohnt:

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Seit ihr dem Pfad, der mit Plastikflaschen markiert ist, gefolgt, gelangt ihr endlich zum Bottle Beach, der bereits aus der Ferne hübsch anzusehen ist. Genau so muss ein tropischer Strand sein: hohe Palmen, feiner Puderzucker-Sand und kristallklares Wasser, das genau die richtige Temperatur zum Baden hat.

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Bottle Beach ist zwar nicht so menschenleer, wie man aufgrund seiner Lage erwarten könnte, aber auch nicht überlaufen. Habt ihr keine Lust, zurück zu wandern, könnt ihr das Wasser-Taxi nehmen, was euch 150 Baht (4 Euro) pro Person kostet.

Weitere Sehenswürdigkeiten

8. Paradise Waterfall

Dieser Wasserfall ist weniger bekannt als sein Gegenstück, der Phaeng Waterfall, dafür führt er auch in der Trockenzeit noch ein wenig Wasser. Viel sollte man nicht erwarten, das Wasser ist jedoch tief genug, um sich abzukühlen. Der Eintrittspreis beträgt 40 Baht und zur Zeit meines Besuchs (März) waren nur sehr wenig Touristen hier.

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9. Than Sadet Waterfall

Dieser Wasserfall lädt zum Klettern und Baden ein. Er ist bekannter als der Paradise Waterfall und zieht viel mehr Besucher an. Dafür führt er auch etwas mehr Wasser. Er lässt sich vom Parkplatz aus bequem in 5 Minuten zu Fuß erreichen.

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10. Chinese Temple

Dieser Tempel liegt etwas nördlich des Paradise Waterfall. Der Tempel an sich ist wenig spektakulär und lohnt den Eintritt von 40 Baht kaum. Dafür habt ihr über den Dächern der Pagoden eine schöne Aussicht auf die bewaldete Küste von Koh Phangan.

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11. Royal Navy Ship

Dieses Wahrzeichen Koh Phangans befindet sich beim Pier. Das alte Militärschiff war ein Geschenk der US-Marine und befindet sich seit seiner Ausmusterung in einem kleinen Becken. Viel gibt es nicht zu sehen, aber wenn man ohnehin in der Nähe des Hafens ist, kann man einmal herumlaufen.

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Fazit

Koh Phangan ist ein lohnendes Ferienziel in Bangkok, wenn man gerne am Strand entspannt, ein wenig Wandern und die Natur genießen möchte. Es gibt einige abgeschiedene Fleckchen, insgesamt ist die Insel aber sehr touristisch. Das Publikum ist im Durchschnitt sehr jung, in den meisten Hostels ist es nachts auch recht laut. Es ist eben hauptsächlich eine Party-Insel. Wer mit der Party-Backpacker-Szene nichts anfangen kann, ist mit der kleineren Nachbarinsel Koh Tao besser beraten.

Mein Leben in Chiang Rai (Teil 6)

Der Alte Flughafen von Chiang Rai

Ihr kennt vielleicht den neuen Flughafen von Chiang Rai, der sich nur wenige Kilometer nördlich der Innenstadt befindet. Was viele nicht wissen: daneben gibt es noch einen alten Flughafen, der stillgelegt wurde. Ich habe online nicht viele Bilder gefunden und war neugierig. Viel sollte man jedoch nicht erwarten. Es handelt sich weitestgehend um eine lange Start- und Landebahn mit 0,0 % Schatten, was das Laufen zur Tortur macht. Daneben kann man den Golfspielern beim Bälle-Schlagen zusehen. Das einzige Gebäude, das vom Flugplatz übrig ist, ist der Kontrollturm. Davor steht ein kleines Flugzeug, dessen Cockpit witzigerweise durch ein ausgedrucktes Bild ersetzt wurde (Wenn ihr euch auskennt, schreibt mir doch mal in die Kommentare, ob es das richtige Cockpit ist).

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Geht ihr den Flugplatz bis zum Ende, seht ihr vielleicht eine Pagode auf dem Hügel dahinter aufragen. Diese gehört zu einem kleinen Tempel, der ganz nett anzusehen ist. Ein Besuch lohnt sich wohl umso mehr, wenn die Buddha-Statue fertig gestellt ist.

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Phu Chi Fah

„Kann man von hier mit dem Paraglider nach Laos fliegen, um sich die Visa-Gebühr zu sparen?“ Denke ich mir, als ich vom Berg Phu Chi Fah ins leotische Tal blicke. Der Ausflug zum Phu Chi Fah war so eindrucksvoll (und unnötig kompliziert), dass ich darüber einen eigenen Beitrag geschrieben habe. Viel Spaß!

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Rai Mae Fah Luang

Kommen wir zu einem meiner Meinung nach absoluten Highlight Chiang Rais, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Der Landschaftspark Rai Mae Fah Luang liegt knapp 4 Kilometer südlich des Clock Tower. Bereits der Eingangsbereich empfängt euch mit einer üppigen Vegetation, und im Inneren wird es noch besser. Der Eintritt kostet 200 Baht (5,50 Euro), was für Chiang Rai nicht günstig ist, aber es lohnt sich. Der Landschaftspark ist um einen malerischen See herum angelegt, auf derm eine kleine Insel liegt. Das Ufer ist gesäumt von knorrigen Bäumen, bunten Blumenbeeten und schattigen Teak-Holz-Hainen. Allgemein steht Rai Mae Fah Luang im Zeichen der edlen Holzsorte. Eine ganze Ausstellungshalle ist Kunstwerken aus Teak-Holz gewidmet. Das Highlight ist jedoch die buddhistische Halle, die zu Ehren des thailändischen Königs erbaut wurde. Ausmaße und Bauweise sind absolut faszinierend. Leider sind im Inneren keine Fotos erlaubt.

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Ich möchte mich bei allen bedanken, die meine Reihe bis jetzt verfolgt haben. Ein Monat in Chiang Rai geht zuende und ich muss Thailand in ein paar Wochen (vorerst) verlassen. Davor will ich nach Ko Phangan und danach steht eine längere Reise nach Myanmar an, wie lange weiß ich noch nicht. Wenn sich nichts ändert, werde ich danach aber nach Chiang Rai zurückkehren und immer mal wieder posten, wenn ich etwas Interessantes entdeckt habe.

Mein Leben in Chiang Rai (Teil 5)

Das Ballonfestival ist zuende und ich habe wieder etwas mehr Arbeit. Darum habe ich in den letzten Tagen nur ein paar kurze Ausflüge gemacht. Ich hatte ohnehin einen Roller gemietet, um zum Singha-Park zu fahren, da konnte ich gleich zu einer weiteren beliebten Sehenswürdigkeit fahren:

Wat Huay Pla Kang

Jede Stadt in Thailand, die etwas auf sich hält, braucht eine große Buddhastatue. In Chiang Rai befindet sich diese im Tempelkomplex Wat Huay Pla Kang. Genauer gesagt handelt es sich jedoch um eine Statue der Götting Guan Yin, die aufmerksamen Lesern bestimmt aus dem Artikel über Da Nang bekannt vorkommt. Wat Huay Pla Kang liegt etwa 10 Roller-Minuten von der Stadt entfernt und ist an Wochenenden gut besucht.

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Bevor es zur Statue geht, könnt ihr eine 9 Stockwerke hohe Pagode mit hölzernen Buddhastatuen im Inneren besichtigen. Einrichtung und Aussicht sind jedoch nicht unbedingt spektakulär.

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Danach folgt ein Tempel, der an Chiang Rais berühmten Weißen Tempel erinnert, bevor es einige schweißtreibende Treppenstufen zur Statue hochgeht:

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Ihr könnt auch mit dem Aufzug zum Kopf der Statue hochfahren, was 40 Baht (1,13 Euro) kostet. Oben wartet eine Überraschung: Ein komplett weißer, mit Stuckarbeiten und Kronleuchtern verzierter Innenraum. Zuckersüß, kitschig, und für den Preis durchaus sehenswert. Außerdem ist die Aussicht von dort oben gar nicht mal schlecht.

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Chiang Rai Hot Springs

Vom Tempel ist es nicht weit bis zu den heißen Quellen von Chiang Rai. Nach dem Counterpart in der Nähe des Städtchens Pai hatte ich mir aber mehr versprochen. Im Grunde handelt es sich um ein Resort mit Bungalows, die 40 bzw. 20 Grad warmen Becken sind nicht besonders groß, dafür aber kostenlos. Folgt einfach dem Schwefelgeruch. Viel Zeit wollte ich hier aber, auch wegen den vielen Besuchern, nicht verbringen.

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Chiang Rai Beach

Ja, Chiang Rai hat einen Strand. Aber bevor ihr jetzt euphorisch eure Badehose einpackt – natürlich keinen echten Strand. Das nächste Meer ist 1000 Kilometer entfernt. Chiang Rai Beach bezeichnet eben einfach einen Abschnitt am Kok-Fluss. Hierher kommen vor allem junge Leute mit ihren Pickup-Trucks, um die Musik richtig aufzudrehen.

Am Anfang war ich etwas enttäuscht, da das Flussufer doch sehr nach Baustelle aussieht. Haltet ihr euch aber nach links, wird es ruhiger und die Szenerie schöner. Die bewachsenen Steilwände und die Hügel in der Ferne sind nett anzusehen, auch wenn das Flussufer idyllischer sein könnte. Insgesamt ein ganz netter Ort zum Entspannen, aber sicher kein Muss.

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Am Sonntag erwachte meine sonst so verschlafene Straße, die Sankongnoi Road, plötzlich zum Leben. Ein beachtlicher Markt wurde aufgebaut, trotz des überraschenden Regenschauers. Hier gibt es alles, was man braucht und auch nicht braucht: Kleider, Handyhüllen, Schmuckstücke, Spielzeug, Gewürze, Kebab, Fleischspieße, Popcorn (viel zu süß) und und und. „Unser“ Markt ist weit größer als der Night Market beim Busbahnhof, dauert jedoch nicht so lange. Um 23:00 Uhr packten die letzten Verkäufer ihre Stände zusammen.

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Sarawak

Bako National Park

This National Park is perfect, if you want to see the natural beauty of Borneo. The area is covered by dense jungles, mountaneous terrain, beautiful beaches and mangroves. It is home to a variety of wildlife, including the long-nosed proboscis monkeys.

How to get there

Chances are, you will land at Kuching airport. From there you can walk 20 minutes to the bus station. Opposite the entrance there is a bus stop. There you can take any train that goes to Kuching Central. The bus to Bako National Park leaves every hour from the Elektra House, the ride takes 40 minutes. Alternatively you can use Grab. At the pier you have to pay 20 RM (5 USD) entrance fee to the National Park, plus 40 RM (10 USD) for the boat that takes you three.

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Accommodation

At arrival you have to register at the Tourist Office. You will have the choice to either go back the same day, in which case you have to be back at the boat at 3 pm, or to stay at the park. There are different options, the cheapest one being the 4 bed dorm for 15 RM (4 USD). I was lucky and did not have to share the dorm with anybody. However, this was May, the beginning of the Rainy Season. During peak times you might not be so lucky.

I was surprised how many animals swarm around the lodges and the restaurant. Not only the mean looking, bearded boars come here, you will also see macacs and, if you are lucky, the rare proboscis monkeys. Hiking through the jungle, you are more likely to hear them than see them, but once a day they march to the beach to feed.

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Hiking in Baku Nationalpark

The park offers a variety of hiking trails through diverse landscapes. At times you will cross dense rain forest on wooden planks, before hiking through mangroves or along cliffsides with majestic views. Farther up the terrain is rocky and the vegetation sparse. The trails are all in good order, although not all of them were open (May 2018). Orientation is easy as there are signposts everywhere. If you plan to visit in Summer, like me, expect high temperatures and an almost unbearable humidity and the occasional showers of rain.

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A must-do if you stay overnight is the night hike, which you can book for 10 RM (2,5 USD). Most animals only come out after sun down. The guides are equipped with torches and point with admirable precision to animals in the dark – mostly frogs, centipedes and snakes, but also birds of paradise and small mammals called mouse deer. If you are lucky you will see flying lemurs in the tree tops.

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Semenggoh Nature Reserve

If you want to see Borneo´s Urang Utangs, you should visit Semenggoh Nature Reserve, a sanctuary for orphaned apes. You cannot roam around on your own, but you can watch the Urang Utans feeding from 09.00 to 10.00 am and from 03.00 to 04.00 am. Entrance fee is inly 10 RM (2,5 USD). At 5.30 pm you have to leave to get your last bus to Kuching.

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Mein Leben in Chiang Rai (Teil 4)

Nach dem erfolgreichen Einzug in mein Apartment freute ich mich auf ein jährlich stattfindendes Großereignis: das Chiang Rai Balloon Festival. Das Fest, bei der Heißluftballons aus aller Welt in den strahlenden thailändischen Himmel abheben, fand 2019 vom 13. bis zum 17. Februar statt. Austragungsort ist der Singha Park, eine weitläufige Grünfläche 10 Kilometer südlich von Chiang Rai. Auch ohne Veranstaltung lohnt sich ein Abstecher zum Singha Park, so natürlich noch viel mehr.

Ich machte mich früh auf den Weg, da nirgendwo stand, wann die Ballons starten sollten. Es stellte sich aber heraus, dass ich viel zu bald da war. So nutzte ich die Zeit, um den Rest des Parks zu erkunden. Beim Herumlaufen gibt es kaum Schatten, dafür entschädigt aber die Landschaft: Bunte Blumenwiesen, Seen und duftende Teefelder, im Hintergrund bewaldete Hügel – kaum zu glauben, dass man sich hier nur 10 Kilometer von Chiang Rai entfernt befindet.

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Über Umwege und Nachfragen gelangte ich schließlich zu Fuß zum Eingang des Festbereichs. Und musste mich in die Schlange einreihen. Es gibt schon komische Momente in Thailand: Zum Beispiel wenn man als Farang inmitten von Schulklassen auf den Einlass wartet und dann einfach durchgewunken wird. Ohne zu bezahlen, erhielt ich ein blaues „Special“-Armband. Der reguläre Eintritt hätte 100 Baht (2,80 Euro) gekostet. Wahrscheinlich hat man mich für den Englischlehrer gehalten…

Im Inneren herrschte schon reger Festbetrieb und die ersten Ballons machten sich zum Starten bereit. Bis sich dann mal alle in der Luft befanden, sollte es aber noch 2 Stunden dauern. Erst um 17:00 Uhr ging die Ballonfahrt richtig los. Neben vielen Essens- und Verkaufsständen war auch eine Bühne aufgebaut, auf der später ein Konzert stattfinden sollte. Die Vielfalt an Heißluftballons kann sich sehen lassen, auf jeden Fall hatte ich noch nie so viele auf einem Haufen gesehen. Teams aus aller Welt hatten ihre Heißluft-Gefährte mitgebracht, die wirklich kreativ gestaltet waren.

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Ansonsten bin ich auf zwei weitere interessante Tempel gestoßen. Der erste befindet sich unweit des Clock Tower und trägt den Namen Wat Klang Wiang. Er schmeichelt dem Auge mit seiner gold verzierten Fassade, der geschmückten Buddhastatue und dem weißen Stupa (laut einer Arte-Dokumentation heißt es DER Stupa, und nicht DIE Stupa).

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Dann wäre da noch Wat Chapuon, ein kleiner Tempel direkt bei mir vor der Haustür. Hier hat mir besonders das reich verzierte Eingangstor gefallen, genau so wie die mit Edelsteinen besetzte Kranichstatue. Betreten konnte ich den Tempel bei meinem Besuch (Freitag Nachmittag) leider nicht.

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Sonstige Ereignisse: Glücklicherweise habe ich nur 5 Minuten von meiner Wohnung ein günstiges Fitnessstudio gefunden. Das Chiang Rai Combo 4 Fitness Gym ist ein Boxing/Yoga/Bodybuilding-Studio, nicht besonders groß, aber günstig (50 Baht = 1,40 Euo pro Besuch) und mit den wichtigsten Geräten ausgestattet. Der einzig wirkliche Kritikpunkt ist, dass die Kurzhanteln bei 25kg aufhören – zu verschmerzen. Wenn ihr einmal so einen Astralkörper haben wollt wie ich, solltet ihr da hingehen. Oder ihr schaut euch beim nahe gelegenen Pro Gym @ San Kok Chang die wahren Massemonster an!

Ansonsten gibt es nur noch zu berichten, dass ich einen Lehrer gefunden habe, der mir Thailändisch beibringen, oder es zumindest versuchen kann. Der Stundenlohn scheint 170 Baht (4,80 Euro) zu betragen. Darunter habe ich niemanden gefunden und das wäre wohl sogar im günstigen Chiang Rai Ausbeutung. 200 Baht scheint der Standard zu sein, ein Angebot für 350 Baht fand ich aber viel zu teuer. Ich hoffe, ich kann möglichst bald von positiven Ergebnissen berichten!

Phu Chi Fa

Zwei Stunden von Chiang Rai entfernt liegt einer der schönsten, vielleicht der schönste Ort im thailändisch-laotischen Grenzgebiet. 1.628 Meter hoch ist der Berg Phu Chi Fa, der immer noch zu den Geheimtipps in Nordthailand gehört. „Geheimtipp“ in Anführungszeichen, denn bei Thailändern ist der Ort sehr beliebt. Dazu gesellen sich ein paar Farangs wie ich, die den wohl beeindruckendsten Sonnenaufgang Thailands erleben wollen.

— Für eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Tipps scrollt ganz runter! —

Die Anfahrt

Alleine dieser Punkt rechtfertigt einen eigenen Beitrag, denn im Internet kursieren viele Falsch- oder Teilinformationen darüber, wie man denn zum Phu Chi Fa kommt.

Eine günstige, aber vielleicht etwas anstrengende Möglichkeit ist es, sich für 200-300 Baht (5,50 – 8 Euro) einen Roller auszuleihen und die 90 Kilometer lange Strecke selbst zu fahren. Oft habe ich Bedenken gelesen, die Strecke wäre zu steil für einen 120ccm-Roller. Völliger Blödsinn. Die Straßen sind in Ordnung und der Verkehr hält sich in Grenzen. Außerdem kann man so an jedem View Point anhalten, der einem gefällt. Nur auf das Sitzfleisch geht die 2-stündige Fahrt natürlich.

Die zweite Möglichkeit ist der Bus von Chiang Rai. In diesen Genuss bin ich nicht gekommen, darum kopiere ich die Informationen schamlos aus WikiTravel: Während der Hauptsaison (wichtig!) könnt ihr zum Chiang Rai Bus Terminal 1 (den beim Nachtmarkt) gehen. Um 13:00 fährt von hier ein Bus nach Phu Chi Fa. Am nächsten Morgen um 08:00 Uhr fährt er wieder zurück. 300 Baht (8 Euro) kosten Fahrt und Rückfahrt. So, wie lange geht nun die Hauptsaison? Diese Frage kann ich nicht genau beantworten. Ich weiß nur, ich war letzte Woche (18. – 24.02.2019) beim Busbahnhof und habe den Bus gesehen. Gestern, am 25.02. war kein Direkt-Bus mehr verfügbar – die Hauptsaison war also just beendet. Demnach musste ich auf die dritte Möglichkeit zurückgreifen, die eher semi-optimal ist:

Die dritte Möglichkeit ist ein Bus von Chiang Rai nach Thoeng (alleine die Aussprache des kleinen Ortes ist eine Herausforderung, ungefähr so: „Tüeng“), der nur 35 Baht (1 Euro) kostet. Das ist der einfache Teil. In Thoeng müsst ihr dann auf einen blauen oder roten Songthaew (Minibus) umsteigen, der die restlichen 50 Kilometer nach Phu Chi Fah fährt. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Personen, die mitfahren. „Main Season many people!“ schwärmt mir Ruy, mein freundlicher Songthaew-Fahrer, vor. Aber natürlich bin ich an diesem Tag der einzige Farang, der dort hinwill. Dazu muss man auch sagen, dass ich zu spät von Chiang Rai losgefahren bin und erst um 16:00 Uhr in Thoeng war. Das Gute: Ich musste mir den Minibus mit niemandem teilen. Das Schlechte: Der Fahrer wollte 1300 Baht (36 Euro!) für Hin- und Rückfahrt. Eine solche Summe muss ich erst einmal mental verarbeiten. Ich wäge meine Möglichkeiten ab: Ich könnte wohl in Thoeng übernachten und am nächsten Tag noch einmal mein Glück mit den Songthaews versuchen. Aber Thoeng ist kein Touristenort. Ich habe keine Ahnung, ob es Hotels gibt und wieviel diese kosten. Und ich weiß auch nicht, ob ich mir am nächsten Tag den Minibus mit mehr Leuten teilen kann. Noch dazu würde ich so einen ganzen Tag verlieren.

Schließlich beisse ich in den sauren Apfel und steige ein, mit dem schwachen Trost, dass ich einen Busfahrer damit sehr glücklich mache. Und es hat auch etwas Stilvolles, alleine in einem Bus für 10 Personen zu sitzen. Auf dem Beifahrersitz natürlich. Ruy fragt sofort, ob ich schon etwas gegessen habe und ich verneine. Ein hungriger Farang, das geht natürlich nicht! Er fragt mich nach meinen kulinarischen Wünschen und ich erwidere das erste, was mir einfällt: Pat Thay. Unverzüglich fahren wir zu einem kleinen Restaurant. 40 Baht kostet dort das leckere Nudelgericht, plus 40 Baht für das Abendessen meines Fahrers, das er sich ohne große Gewissensbisse auf meine Rechnung einpacken lässt. Eine Selbstverständlichkeit, und was sind außerdem 1,20 Euro im Vergleich zu 36!

Auf dem Weg zum Berg holen wir noch ein paar Schulkinder von der nahen High School ab. Ich hatte mich schon gefragt, wovon Ruy lebt, wenn er einmal keine Touristen mitnehmen kann. Es kommt zu einer surrealen Szene, die wohl nur in einem Kaff in Nord-Thailand stattfinden kann. Sobald Ruy einparkt, ruft er eine Schar von Schülern herbei, die ihr Englisch an mir ausprobieren sollen. Bloß keine Schüchternheit, der Farang tut nichts! Unter großem Kichern halte ich mit den Teenagern kleine Dialoge ab: „How are you?“, „Where are you from?“, „Your English is very good“, ein paar Worte der Ermutigung. Laut Ruys Aussagen bin ich der erste Weiße, den die Kinder in echt gesehen haben. Ich hoffe, ich habe meine Art würdig vertreten.

Wir machen uns auf dem Weg zum Phu Chi Fa, und bereits am Fuß der Berge ist die Landschaft überwältigend schön. Ich protze mit meinen wenigen Thai-Kenntnissen und Ruy ist vollauf begeistert. Von den neuen Wörtern, die er mir auf der Fahrt beibringt, merke ich mir ein paar. Wir reden über das Wetter, deutsche Autos (Ruy lobt BMW und Mercedes in den höchsten Tönen, aber „Peeng maak – very expensive!“), deutsche und thailändische Frauen, Familie, Essen, die üblichen Themen eben. Die Gegend wird von den Hmong bewohnt, einem chinesisch-thailändischen Bergvolk, wie Ruy nicht müde wird zu betonen. Nach etwa einer Stunde kommen wir im Phu Chi Fah Nationalpark an.

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Von Chiang Rai nach Phu Chi Fa über Thoeng

Die Unterkunft

Auf der Fahrt musste ich, und müsst ihr die nächste Entscheidung treffen. Wo wollt ihr in Phu Chi Fa übernachten, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang anzuschauen? Hier gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten: Resort oder Camping.

Resorts in Phu Chi Fah, so viel kann ich verraten, sind in der Hauptsaison richtig teuer. Die Preise fangen bei 400 Baht (11 Euro) an, aber auch 1000 Baht (27 Euro) sind schon einmal drin. In der Nebensaison könnt ihr, laut Ruys Angaben, ein Zimmer für 300 Baht (8 Euro) bekommen.

Ich wollte das Camping in Thailand ausprobieren. Direkt bei der Nationalpark-Verwaltung konnte ich mir ein kleines Zelt für 200 Baht (5,50 Euro) ausleihen, plus 50 Baht (1,40 Euro) für eine Decke. Ich bin der einzige Besucher auf dem Gelände. Ich nutze das letzte bisschen Tageslicht und sammle Holz. Bald schon habe ich ein passables Lagerfeuer am Brennen. Das Feuer, die weiten Hügel unter mir, der Sternenhimmel über mir – ich fühle mich schon teilweise für den hohen Fahrpreis entschädigt. Um 21:00 Uhr gehe ich schlafen, oder versuche es zumindest. Das Zelt ist nicht für Euroäer gebaut, auch wenn ich mich diagonal hineinlege, stoßen meine Füße an. Noch dazu veranstaltet der Hund des Parkwächters, mein einziger Gefährte in dieser Nacht, alle paar Minuten ein lautes Bellen vor meinem Zelt. Von etwas weiter entfernt höre ich die anderen Hunde antworten. So geht das die ganze Nacht, mehr als 3 Stunden Schlaf bekomme ich nicht. Dafür ist es nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte, sogar ziemlich angenehm.

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Die Aussicht vom Zeltplatz

Der Aussichtspunkt auf dem Phu Chi Fa

Um 04:30 Uhr klingelt mein Wecker. Halb benommen taumele ich aus dem Zelt und mache mich auf den Weg zum Gipfel des Phu Chi Fa. Der Aufstieg ist nur 2,5 Kilometer lang, aber diese Kilometer haben es in sich. Es geht unverschämt steil nach oben, sodass ich trotz der kühlen Nachtluft schnell durchgeschwitzt bin. Die drei Hunde von gestern Nacht folgen mir schwanzwedelnd. Ab und zu fährt ein Auto an mir vorbei in Richtung Gipfel. Ich muss schon einen seltsamen Anblick abgegeben haben: Ein einsamer Farang, der sich im Dunklen mit drei Hunden im Schlepptau die Gebirgsstraße hochquält. Dafür funktioniert Google Maps auch hier im tiefsten Grenzgebiet noch erstaunlich gut (bitte nachmachen, Deutschland!) Nach ungefährt einer Stunde bin ich beim Base Camp des Phu Chi Fah angekommen, wo sich die Resortgäste bereit für den Aufstieg machen. In weiteren 10 Minuten bin ich auf dem Gipfel. Und merke: Ich bin viel zu früh da. Wenn ihr den Sonnenaufgang (zumindest im Februar) bewundern wollt, reicht es, wenn ihr um 06:00 Uhr am Gipfel seid. Dann füllt sich der Berg auch langsam mit Besuchern, die einen guten Spot erhaschen wollen.

Nach langem Warten ist es dann soweit. Über den Hügeln in Laos geht zaghaft die Sonne auf. Aus dem Nebel schälen sich dicht bewachsene Berge, die Sichtweite ist beeindruckend. Unten im Tal lässt sich ein kleines Dorf ausmachen. Sonnenaufgänge sind immer schön, aber der Anblick auf dem Phu Chi Fa ist wirklich ganz großes Kino. Da lohnt sich auch das frühe Aufstehen und der anstrengende Aufstieg.

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Eine etwas befremdliche Szenerie bietet sich dann, wenn der Morgen schon etwas fortgeschritten ist. Dann schleppen Hmong-Frauen ihre festlich gekleideten Kinder den Berg hoch und die Kleinen tanzen für die Touristen. Ein paar Besuchern schien es zu gefallen, aber mir war das richtig unangenehm. Andererseits gibt es für die Bergvölker außer dem Tourismus nur wenig Einnahmequellen.

Zurück am Fuße des Berges wurde es Zeit für einen Kaffee für 20 Baht, bevor es zurück nach Chiang Rai ging. Für mich hat sich der Ausflug nach Phu Chi Fa auf jeden Fall gelohnt und ich fasse die wichtigsten Tipps noch einmal zusammen:

Tipps für eure Reise nach Phu Chi Fa:

  • Mietet euch einen Roller, wenn ihr kein Problem damit habt, 2 Stunden zu fahren.
  • In der Nebensaison fährt kein Bus von Chiang Rai. Nehmt den ersten Bus nach Thoeng und wartet auf Mitreisende, damit ihr keine 1300 Baht zahlen müsst.
  • Camping in Phu Chi Fa ist billiger als ein Hotel, es gibt jedoch nur eine Decke als Unterlage.
  • Versucht, spätestens um 06:00 Uhr am Gipfel zu sein.
  • Nehmt euch eine Jacke mit, dort oben geht ein starker Wind.

Mehr Erlebnise und Ausflugstipps in und um Chiang Rai findet ihr in meiner Reihe „Mein Leben in Chiang Rai„.