Mein Leben in Chiang Rai (Teil 4)

Nach dem erfolgreichen Einzug in mein Apartment freute ich mich auf ein jährlich stattfindendes Großereignis: das Chiang Rai Balloon Festival. Das Fest, bei der Heißluftballons aus aller Welt in den strahlenden thailändischen Himmel abheben, fand 2019 vom 13. bis zum 17. Februar statt. Austragungsort ist der Singha Park, eine weitläufige Grünfläche 10 Kilometer südlich von Chiang Rai. Auch ohne Veranstaltung lohnt sich ein Abstecher zum Singha Park, so natürlich noch viel mehr.

Ich machte mich früh auf den Weg, da nirgendwo stand, wann die Ballons starten sollten. Es stellte sich aber heraus, dass ich viel zu bald da war. So nutzte ich die Zeit, um den Rest des Parks zu erkunden. Beim Herumlaufen gibt es kaum Schatten, dafür entschädigt aber die Landschaft: Bunte Blumenwiesen, Seen und duftende Teefelder, im Hintergrund bewaldete Hügel – kaum zu glauben, dass man sich hier nur 10 Kilometer von Chiang Rai entfernt befindet.

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Über Umwege und Nachfragen gelangte ich schließlich zu Fuß zum Eingang des Festbereichs. Und musste mich in die Schlange einreihen. Es gibt schon komische Momente in Thailand: Zum Beispiel wenn man als Farang inmitten von Schulklassen auf den Einlass wartet und dann einfach durchgewunken wird. Ohne zu bezahlen, erhielt ich ein blaues „Special“-Armband. Der reguläre Eintritt hätte 100 Baht (2,80 Euro) gekostet. Wahrscheinlich hat man mich für den Englischlehrer gehalten…

Im Inneren herrschte schon reger Festbetrieb und die ersten Ballons machten sich zum Starten bereit. Bis sich dann mal alle in der Luft befanden, sollte es aber noch 2 Stunden dauern. Erst um 17:00 Uhr ging die Ballonfahrt richtig los. Neben vielen Essens- und Verkaufsständen war auch eine Bühne aufgebaut, auf der später ein Konzert stattfinden sollte. Die Vielfalt an Heißluftballons kann sich sehen lassen, auf jeden Fall hatte ich noch nie so viele auf einem Haufen gesehen. Teams aus aller Welt hatten ihre Heißluft-Gefährte mitgebracht, die wirklich kreativ gestaltet waren.

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Ansonsten bin ich auf zwei weitere interessante Tempel gestoßen. Der erste befindet sich unweit des Clock Tower und trägt den Namen Wat Klang Wiang. Er schmeichelt dem Auge mit seiner gold verzierten Fassade, der geschmückten Buddhastatue und dem weißen Stupa (laut einer Arte-Dokumentation heißt es DER Stupa, und nicht DIE Stupa).

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Dann wäre da noch Wat Chapuon, ein kleiner Tempel direkt bei mir vor der Haustür. Hier hat mir besonders das reich verzierte Eingangstor gefallen, genau so wie die mit Edelsteinen besetzte Kranichstatue. Betreten konnte ich den Tempel bei meinem Besuch (Freitag Nachmittag) leider nicht.

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Sonstige Ereignisse: Glücklicherweise habe ich nur 5 Minuten von meiner Wohnung ein günstiges Fitnessstudio gefunden. Das Chiang Rai Combo 4 Fitness Gym ist ein Boxing/Yoga/Bodybuilding-Studio, nicht besonders groß, aber günstig (50 Baht = 1,40 Euo pro Besuch) und mit den wichtigsten Geräten ausgestattet. Der einzig wirkliche Kritikpunkt ist, dass die Kurzhanteln bei 25kg aufhören – zu verschmerzen. Wenn ihr einmal so einen Astralkörper haben wollt wie ich, solltet ihr da hingehen. Oder ihr schaut euch beim nahe gelegenen Pro Gym @ San Kok Chang die wahren Massemonster an!

Ansonsten gibt es nur noch zu berichten, dass ich einen Lehrer gefunden habe, der mir Thailändisch beibringen, oder es zumindest versuchen kann. Der Stundenlohn scheint 170 Baht (4,80 Euro) zu betragen. Darunter habe ich niemanden gefunden und das wäre wohl sogar im günstigen Chiang Rai Ausbeutung. 200 Baht scheint der Standard zu sein, ein Angebot für 350 Baht fand ich aber viel zu teuer. Ich hoffe, ich kann möglichst bald von positiven Ergebnissen berichten!

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